Der informative Experten-Blog für Eltern

Baby-led Weaning oder warum ich mein Baby aufgehört habe zu füttern

lana-present-7626Hier habe ich für Euch einen Gastartikel von Fresbaby zum Thema Baby-led Weaning - eine, wie ich finde, sehr alltagstaugliche Form der Beikost. Viel Spaß beim Lesen!

Beikost ist ein Abenteuer.


Für alle – Mama, Papa, Omas, Opas, Tanten und Onkel.

Und ja: In erster Linie eigentlich für das Baby selbst. Es betritt eine ganz neue Welt, die Welt der festen Nahrung. Bisher gab es ja nur Milch, entweder von der Mami oder aus dem Fläschchen und nun soll die Speisekarte ausgeweitet werden.

Gerade beim ersten Kind möchte man alles richtig machen und holt sich viele (gut gemeinte) Ratschläge von Verwandten und Bekannten, von Müttern, die ja bereits zwei oder drei Kinder haben, von Ärzten, bei denen man davon ausgeht, dass sie wohl wissen werden, was für das Baby gut ist und was nicht.

Und dann ist man selbst auch noch natürlich aufgeregt und kann es kaum erwarten, wie der kleine Schatz auf das erste Löffelchen Brei reagieren wird. Ob das Selbstgekochte besser schmeckt als das gekaufte Gläschen? Und irgendwann um den 4./5. Monat fängt man an und sieht sich aus den vorgegebenen Beikost-Plänen nicht mehr heraus.

Womit soll ich überhaupt anfangen? Wie geht es weiter? Darf ich das „Glutenzeitfenster“ ja nicht verpassen? Kann ich abends mit Beikost beginnen? Sollte ich mittags auch einen Obstbrei geben oder muss es ein Karotten/Kartoffelbrei sein? Wann fange ich an Fleisch zu geben? Braucht mein Baby überhaupt Fleisch? Darf ich im ersten Lebensjahr auch Fisch geben? Womit rühre ich den Brei an?

Beikost-Fragen, die mich zum Verzweifeln brachten…


Ihr seht: Fragen über Fragen, die ich mir selbst auch immer wieder gestellt habe und mich mit einem Breitagebuch, das ich in Excel gebastelt habe jeden Tag aufs Neue fertig gemacht habe, weil selbst nach fast einem Monat nie mehr als 3-4 Löffeln gegessen wurden – egal wovon.

Irgendetwas lief doch hier schief?

Ja! Denn es war erstens viel zu früh und zweitens stellte ich mir dann irgendwann die Frage: Möchte ich denn das auch essen wollen? Oder anders: Möchte ich etwas essen, wovon ich noch nicht einmal weiß, was da überhaupt drinnen ist, weil ja alles immer die gleiche Konsistenz hat? Noch dazu kann ich ja nicht einmal selbst bestimmen, wieviel ich davon essen möchte…


Also ließen wir die Beikost eine zeitlang einfach wieder weg und hatten Milch weiterhin als Hauptnahrung

Fingerfood statt Einheitsbrei

Durch Zufall oder besser gesagt einiger Recherche bin ich dann auf den Baby-led Weaning Ansatz gestoßen und wusste gleich: Das ist die Lösung! Mit ca. 6. Monaten haben wir Beikost wieder in Angriff genommen und diesmal völlig entspannt. Mit gedünsteten Gemüsesticks, Obst, Fleisch und relativ bald gab es einfach das, was wir auch aßen.

Lediglich auf Salz und Zucker, Honig und ganze Nüsse haben wir im ersten Lebensjahr verzichtet. Sonst gibt es keine Regeln, alles was gesund ist kann und darf ausprobiert werden (es sei denn, es liegen bekannte Allergien vor). Und das wichtigste dabei: Das Baby isst selbst, ohne gefüttert zu werden.


Für uns als Familie war und ist BLW ein enormer Gewinn, denn wir erleben das Essen wieder als etwas Genussvolles, und es macht jeden Tag aufs Neue Spaß, unserer Tochter, inzwischen 17 Monate, bei ihrer Entwicklung zuzusehen.


Was aber bedeutet BLW genau?

Eingeführt wurde der Begriff BLW übrigens von der britischen Kinderkrankenschwester Gill Rapley und heißt wörtlich übersetzt "vom Baby gesteuerte Entwöhnung". Gemeint ist, dass sich das Baby in seinem eigenen Tempo von der Muttermilch (oder Industriemilch) entwöhnt und dass es statt Breifütterung von Anfang an (ab ca. 6 Monaten bzw. ab Beikostreife) normale Familienkost gibt.

Einer der wesentlichen Vorteile dieser Methode ist, dass das Baby ein optimales Sättigungsgefühl entwickelt, was erwiesenermaßen späterem Übergewicht vorbeugt. Das Baby wird in eine neue Welt der festen Kost eingeführt und darf diese mit allen Sinnen erkunden: Tasten, riechen, schmecken – und auch damit spielen.


Workshops und Kochkurse zum Thema BLW
Da mir, meinem Mann und unserem Baby diese Form der Beikost so viel Stress erspart hat und so viel Positives gebracht hat, habe ich mich dazu entschlossen, das Wissen rund um BLW, die Begeisterung für das salzarme und zuckerfreie Kochen & Backen und die Freude am Arbeiten mit Babys zu vereinen. Essen mit Freude begegnen und sich jeden Tag aufs Neue darauf freuen. Das möchte ich in meinen Workshops allen Eltern oder auch werdenden Eltern, die sich bereits mit dem Thema Beikost auseinander setzen, vermitteln.

Würze für die Zwergenküche
Begleitend zu meinen Kochkursen und Workshops, haben wir auch eine kleine Gewürzlinie entwickelt – ohne Salz und ohne Zucker. Sie soll das Kochen für die ganze Familie erleichtern. Die Gewürzlinie wird vom Gewürzspezialisten Spiceworld mit Sitz in Salzburg produziert.

Wenn ihr mehr dazu erfahren möchtet, freue ich mich auf eure Anfragen! Ansonsten wünsche ich allen Mamis & Papis eine schöne und spannende Beikostzeit!

Alle Infos & Termine sind auf der Website unter https://freshbaby.at/ abrufbar. 

Mag. Svetlana Hartig, MAS
freshbaby e.U.
Foto: Copyright freshbaby. Credits: Janet Efrati

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Vera Rosenauer

Mama-Coach mit Herz, Hirn, Humor und langjähriger Erfahrung, Mama von zwei großartigen Töchtern, passionierte Langschläferin, Besitzerin (und Leserin!) mehrerer Kubikmeter Fachliteratur

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