7 Gründe, warum ich eine Rabenmutter bin

7 Gründe, warum ich eine Rabenmutter bin

Birgit von Muttis Nähkästchen hat zur Blogparade „Outing einer anonymen Rabentmutter“ aufgerufen und da bin ich gerne dabei.

Wobei ich gleich vorab bemerken möchte, dass Rabenmütter in der Natur absolut fürsorgliche Mütter sind – was umgehend auch eine andere meiner schlechten Eigenschaften aufdeckt:

Ich neige ab und an zur Klugsch… , äh Besserwisserei.

Ich bin nämlich gern dabei, wenn es darum geht zu erwähnen, dass Olympiade eigentlich die Zeitspanne zwischen zwei Bewerben ist, ein Quantensprung im ursprünglichen Sinn nur ein kleines Hupferl und vogelfrei zu sein definitiv kein erstrebenswerter Zustand ist …

Und wenn wir schon dabei sind: der Vogel auf dem Bild ist ein Truthahn und kein Rabe! (aber es gab keine nette Grafik mit einem Raben und ich fand den echt süß!)

Zurück zum eigentlichen Thema – warum also fühl ich mich mal mehr, mal weniger wie eine Rabenmutter?

Aus Sicht der Gesellschaft, aus Sicht meiner Kinder, aus meiner Sicht – bunt gemischt:

1.       Ich bestehe auf der Formulierung von ganzen Sätzen!

Ich reagiere nicht auf Fragmente wie „Kann ich eine Banane?“

Und wenn, dann höchstens mit „Was, beim Balkon hinunterschmeißen?“

Für meine Kinder bedeutet die Verwendung von Verben offenbar eine unfassbare Anstrengung. Meine Ältere behauptet übrigens auch, ich wäre die einzige Österreicherin, die die Vorvergangenheit verwendet und den Genitiv einfordert (aber eh nur dort, wo er auch hingehört!!!!)

2.       Meine Kinder bekommen von mir keine kreative Schuljause

Keine liebevoll ausgestochenen Brote, keine bunten Obstspießchen, kein Was-auch-immer-wirklich-gute-Mütter-sich-einfallen-lassen …

Ich bin bekennende Spätaufsteherin, weshalb Schuljause herrichten für mich einerseits mühsamen Zeitaufwand bedeutet und andererseits hab ich schon einige Jahre Erfahrung. Und anfangs war ich ja noch motivierter und hab genügend Brote am Nachmittag wieder ausgepackt und selber gegessen.

Mittlerweile sind beide in der Sekundarstufe und ich habe gelernt, Apfel und Grissini geht immer. Ich sehe es jedenfalls nicht wieder, auch wenn ich schon gehört habe, dass der Apfel gegen die "Linzer Schnitte von der Barbara" eingetauscht wurde – ist ja fein, wenn wenigstens die anderen Kinder was Gesundes zur Jause haben.

3.       Meine Kinder müssen abends ihr Handy abdrehen

Ich weiß, das grenzt schon nahe an Misshandlung, schließlich dürfen ja alle anderen viel länger und überhaupt ….

Ja, meine Lieben, an das Argument kann ich mich noch sehr gut erinnern, hat bei meiner Mutter aber auch nicht funktioniert!

Außerdem drehe ich meines aus Solidarität ja auch ab und auch mir fällt es nicht immer leicht …

4.       Ich kenne die Schularbeitstermine meiner Kinder nicht

Auch nicht die von den Tests, mündlichen Prüfungen oder Stundenwiederholungen – und dementsprechend habe ich auch wenig Ahnung welcher Stoff gerade in Mathematik dran ist!

Ich helfe gerne, wenn mal wer fragt oder was braucht, ansonsten mische ich mich null in die Schulbelange ein und es läuft wunderbar!

Ich war auch noch auf keinem Elternsprechtag im Gymnasium (hoffentlich fällt jetzt keiner in Ohnmacht ????)

5.       Meine Kinder lernen kein Musikinstrument

Mein eigenes Kindheitstrauma – ich wurde mit Blockflöte und klassischer Gitarre gequält – war da leider noch zu präsent als dass ich es über mich gebracht hätte, mich bei der Musikschule in unserer Nachbarschaft auch nur annähernd für deren Angebot zu interessieren.

Sorry liebe Kinder, da hab ich euch um ein paar wichtige Neuronenvernetzungen gebracht!

6.       Meine Kinder mussten von Anfang an ihre Schultasche selber tragen

Es war ihnen unverständlich – denn da waren sie wirklich fast die einzigen Kinder, die das mussten!

Ich sah es in meiner Verantwortung für eine ergonomisch passende Schultasche zu sorgen und zum ausgesuchten Design diplomatisch zu schweigen. Die Volksschule war quasi das Nachbarhaus, Hausaufgaben wurden direkt dort erledigt – das heißt in der Schultasche wurden nur das Federpenal und die Jausenbox spazieren getragen und das etwa 100 m weit pro Richtung.

Aus meiner Sicht war das Selber-Tragen also eine altersadäquate Anforderung, womit ich mich aber oft recht allein gefühlt habe!


7.       Meine Kinder werden auch mal beim Großen M abgefüttert

Ich weiß, das Essen dort ist böse. böse, böse - aber ab und an brauche auch ich meine Ration Fast Food (immer, wenn der Glutamatmangel zu stark wird ????)

Außerdem besuchen wir Opa und Oma gerne mit dem Zug und da decken wir uns am Franz-Josef-Bahnhof gern mal mit Proviant ein – möglicherweise herrscht hier auch ein wenig Ursachenumkehrung ….


Wenn ich mir die Auflistung im Nachhinein so anschau, finde ich es durchaus interessant, dass die Punkte für die ich als Mama gesellschaftlich wahrscheinlich verurteilt werde genau die sind, für die mich meine Kinder lieben und umgekehrt!

Als Mama hast du somit eigentlich immer den Schwarzen Peter!

Umso wichtiger finde ich es also zu seinen Unzulänglichkeiten zu stehen und voller Spaß und Freude Auszeiten vom grassierenden Perfektionismuswahn zu nehmen!

Jetzt bist du dran: worin bist du unperfekt oder eine Rabenmutter? Gelegenheit fürs Outing gleich hier in den Kommentaren!

Und vergiss nicht: Du bist die beste Mama für dein Kind!

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Mama-Coach Vera Rosenauer

Vera Rosenauer

Mama-Coach mit Herz, Hirn, Humor und langjähriger Erfahrung, Mama von zwei großartigen Töchtern, passionierte Langschläferin, Besitzerin (und Leserin!) mehrerer Kubikmeter Fachliteratur

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