Putzen & Aufräumen: Tipps, wie du dein Kind ideal miteinbeziehen kannst

Putzen & Aufräumen - zwei Dinge die definitiv nicht zu meinen Lieblingsaufgaben zählen

Deshalb darf ich in diesem Artikel eine Expertin zu Wort kommen lassen - Christina Kniewasser arbeitet als freie Redakteurin und schreibt unter anderem für das Reinigungsunternehmen Mr. Cleaner. Sauberkeit ist ihr besonders wichtig und sie legt selber größten Wert auf Hygiene, sowohl zuhause im eigenen Haushalt, als auch im Job. 

"Das Leben mit Kindern kann neben den vielen schönen Stunden hin und wieder eine kleine Herausforderung sein - besonders, wenn es ums Aufräumen und Putzen geht. Wenn die Reinigungsmission wieder einmal dringend nötig ist, und man die Kinder trotzdem nicht aus den Augen lassen kann, ist Kreativität gefragt. Doch so schwierig muss es tatsächlich nicht sein: mit den folgenden Tipps kannst du deine Kinder super beim Aufräumen und Putzen mit einbeziehen.

Tipp 1: Spielerisch zum Erfolg

Wenn du aus dem Aufräumen und Putzen ein Spiel machst, weckst du auch das Interesse deines Kindes. Von selbst wird dein Kind nicht auf die Idee kommen, mitzuhelfen den Boden zu wischen – deshalb heißt das Zauberwort: Nachmachen! Fang am besten einfach an, sauber zu machen und weck mit guter Laune und Spaß an der Arbeit die Aufmerksamkeit deines Kindes. Wie wär‘s zum Beispiel mit ein bisschen Musik und Tanzen während dem Schrubben?

Lass dein Kind auf jeden Fall wie bei einem Spiel mitmachen und Teil davon sein – ganz wichtig ist hier das Vertrauen in die Fähigkeiten deines Kindes. Versuch einfach, zu motivieren und zum Nachahmen anzuregen. Damit förderst du die Eigenständigkeit und zeigst deinem Kind, dass es an einer wichtigen Aufgabe teilhaben kann und eine wichtige Rolle spielt.

Tipp 2: Anerkennung und Wertschätzung motiviert

Das Mithelfen wird so zum stolzen Mit-dabei-sein – spar nicht an Anerkennung, auch wenn nicht alles ganz glatt läuft! Natürlich dauert das Putzen mit Kindern viel länger und ist aufwendiger, aber dafür lernt dein Kind auch wichtige Lektionen.

Beobachte am besten, was deinem Kind am meisten Spaß macht, und lass sie diese Aufgaben dann unter Aufsicht übernehmen. Tipp: du solltest dein Kind nicht kompromisslos zum Aufräumen zwingen – wenn es dazu einmal absolut keine Lust hat, sollte das in Ordnung sein. Machst du zu viel Druck, geht der Spaß an der Aufgabe verloren und deine Bemühungen sind umsonst.

Tipp 3: Ein Aufräumsystem entwickeln

Oft wollen Kinder sowieso schon von sich aus mitmachen, ohne dass du sie animieren musst. Das Ein- und Ausräumen vom Geschirrspüler kann durchaus aufregend sein, genauso wie das Hantieren mit Töpfen oder mit anderen Kochutensilien. Oft verstauen Kinder ihre Sachen auch ganz von selbst.

Das kannst du übrigens wunderbar unterstützen – und zwar mit Themenboxen und Regalen! Sucht euch zusammen spannende Motive aus, die für gewisse Spielsachen oder Dinge stehen. Durch die logischen Muster, entwickeln Kinder einen gewissen Sinn für Ordnung. Ein ordentliches Kinderzimmer ist damit kein Problem mehr.

Tipp 4: Einen flexiblen Putzplan machen

Eines ist sicher: mit Kindern läuft nichts nach Plan. Quäl dich also nicht selbst, indem du dir alles auf einmal vornimmst. Mit einem Putzplan fährst du allerdings schon viel entspannter. Pläne schaffen zumindest Übersicht und Struktur – im Endeffekt handelt es sich dabei um einen praktischen Leitfaden, der so nicht immer eingehalten werden muss. Es ist also nicht nötig, und auch meist gar nicht möglich, sich genauestens um Alles zur einkalkulierten Zeit zu kümmern.

Wenn das Baby mal früher schläft als üblich, oder das Kind sich gerade selber beschäftigt, kann auch ruhig mal spontan der Putzbesen geschwungen werden. Übrigens, es gibt auch handlichere Putzgeräte in Kindergröße, die es deinem Kind erleichtern mitzumachen. Und ihr könnt auch gemeinsamen einen kreativen Putzplan mit tollen Bildern basteln oder Sticker für die einzelnen Tätigkeiten verwenden.

Tipp 5: Kindersichere Putzmittel verwenden

Natürlich ist Hygiene wichtig, weshalb auch Kinderspielzeug regelmäßig gereinigt werden sollte. Um Keime zu vermeiden, landet Plastik-Spielzeug im Kissenbezug am besten in der Spül- oder Waschmaschine. Achtung: beim Reinigen von Holzspielzeug solltest du vorsichtiger zu Werke gehen, sonst geht es ziemlich schnell kaputt!

Außerdem solltest du auf kindersichere Putzmittel* setzen, die am besten biologisch, nicht-chemisch, für Kinder unerreichbar aufbewahrt und leicht erkennbar sind – sprich: nicht in andere Behältnisse umfüllen! Unfälle sind sonst vorprogrammiert.

Tipp 6: Es braucht keinen Perfektionismus

Dieser Punkt trifft den Nagel auf den Kopf. Beim Wohnen mit Kindern gibt es keine perfekte Sauberkeit – und im Endeffekt ist ein wenig Chaos und Spontanität Teil des Lebens. Anstatt sich also über Fingertapser und Zahnpastaspritzer aufzuregen, tut ein wenig Lockerheit hin und wieder richtig gut.

Perfektionismus stresst nur unnötig – es bringt auch nichts, den Kindern ständig mit einem Lappen hinterherzulaufen. Damit machst du dich und deine Kinder nur selber verrückt. :)

Fazit

Gemeinsam mit Kindern zu putzen und aufzuräumen, ist durchaus realisierbar, vorausgesetzt man packt es richtig an. Perfektionismus und Zwang haben dabei aber nichts verloren, denn dann hört sich der Spaß beim Kind ganz schnell auf! Tolle Tipps zum Reinigen des Kinderzimmers und wichtige Infos findest du übrigens auch auf der folgenden Infografik von Mr. Cleaner!

Infografik: Putzplan fürs Kinderzimmer

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