Meine fünf Lieblings-Kinderbücher

Leen von Aufbruch zum Umdenken hat zur Blogparade „Meine 5 liebsten Kinderbücher“ aufgerufen, jede Mama soll ihre Vorleselieblinge vorstellen.

Da bin ich sehr, sehr gerne dabei. Ich liebe Bücher, ich liebe Lesen, ich war eine begeisterte Vorlesemama – mittlerweile lesen meine Mädels schon selber und ich sehe, dass ich meine Begeisterung erfolgreich weitergegeben habe. Wie schön!

Das Sandmännchen kommt*

Das Sandmännchen besucht in diesem Buch verschiedene Tiere, die alle eins gemeinsam haben. Sie wollen oder können noch nicht schlafen – aus den unterschiedlichsten Gründen! Das Sandmännchen schenkt jedem einen Stern, auch den beiden Kindern in der letzten Geschichte. So kommen alle zu ihrer wohlverdienten Nachtruhe (vermutlich auch die Eltern aller Tiere und Kinder ;-))

Dieses Buch hat mich von Anfang an bezaubert mit seinen schönen Bildern, bei jedem Vorlesen habe ich neue Details wie ein verstecktes Mäuschen oder ähnliches entdeckt. Die Geschichten sind ganz kurze Dreizeiler, wodurch es schon zum Vorlesen für die ganz Kleinen geeignet ist, die noch wenig Geduld haben.

Die vom Sandmännchen verschenkten Sterne sind aus dem stabilen Pappbuch ausgeschnitten und können ausgiebig mit den Fingern erforscht werden. Größere Kinder können damit ihre ersten Zählkenntnisse üben, Erstleser haben dank der kurzen Geschichte erste Leseerfolgserlebnisse.

Das Buch war bei uns über lange Jahre immer wieder im Einsatz!

Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel*

Valerie mag nicht schlafen gehen!

Ihr Papa versucht sie ins Bett zu bringen, gemeinsam entwickeln sie in ihrer Fantasie wundervolle Landschaften und Geschichten und reisen um die ganze Welt. Bis Valerie endlich müde wird und Papas Aufforderung doch endlich zu schlafen müde folgt.

Der öfter wiederholte Seufzer von Valeries Papa „Sei so nett, geh ins Bett!“ ist bis heute bei uns ein Running Gag, wenn‘s ums Schlafen gehen geht …

Auch in diesem Buch sind die Zeichnungen wunderbar mit vielen winzigen Details und die Reime von Mira Lobe sind eine reine Freude beim Vorlesen. Geeignet aber eher für ältere Kinder ab ca. vier Jahren, weil es eine längere Geschichte ist – Vorlesezeit ca. 15 Minuten.

Dich gibt’s nur einmal auf der Welt*

Ein großartiger Sammelband verschiedenster Kurzgeschichten aus dem Alltagsleben von Kindern. Unterteilt in

  • Mutgeschichten, die Kinder stark machen
  • Trostgeschichten, die Kinder fröhlich machen
  • Sanfte Geschichten, die Kinder beruhigen

Letztere sind feine Gute-Nacht-Geschichten (war bei uns einfach immer die obligatorische Lesezeit!) Jede Geschichte ist 2-3 Seiten lang, dem können meist schon Dreijährige folgen. Beschrieben werden Alltagssituationen wie das erste Mal auswärts übernachten, das Monster unter dem Bett oder der Streit mit einer Freundin und wie die betroffenen Kinder damit umgehen. Damit erhalten die Kinder viele Ideen und Strategien und auch Vorbilder, was in schwierigen Situationen alles möglich ist.

Das Buch ist nicht gedacht in einem Zug durchgelesen zu werden, sondern man kann sich die passenden Geschichten heraussuchen, die das eigene Kind gerade betreffen.

Filipp Frosch und das Geheimnis des Wassers*

Filipp Frosch macht sich Gedanken, wo denn das Wasser in seinem Teich herkommt. Er beginnt zu fragen und macht dadurch eine Reise über das Bächlein bis zur Quelle und kommt mit seinem Freund, dem Adler sogar bis zum großen Meer, nur um am Schluss wieder in seinem Teich zu landen.

Ein ganz zauberhaftes Buch von Marko Simsa, inklusive CD – also auch als Hörbuch. Dank der CD kann man aber auch das Lied von Filipp Frosch mitsingen. Ganz nebenbei lernen Kinder auch noch den Kreislauf des Wasser kennen und verstehen, warum es wichtig ist, die Umwelt zu schützen und Wasser sauber zu halten.

Wer in der Nähe von Wien zu Hause ist, haltet die Augen offen – Marko Simsa führt Filipp Frosch auch manchmal als Theaterstück für Kinder auf (ebenso andere musikalische Stücke, alle ebenso empfehlenswert!)

Lola rast – und andere schreckliche Geschichten*

Vorsicht - das ist ein sehr polarisierendes Buch, entweder man liebt es oder man hasst es!

Mir hat es vor einigen Jahren eine Buchhändlerin unter die Nase gehalten und gefragt: „Kann man das wirklich Kindern vorlesen?“ Ich hab teilweise selbst geschluckt und dann einfach ausprobiert – und meine Mädels haben es geliebt …

Die Geschichten zeigen problematisches Verhalten von Kindern auf und auf skurrile, teils recht schaurige Weise wohin das Verhalten führen kann. Da gibt es eben Lola, die auf ihrem Laufrad ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend rast oder Lukas, der am liebsten ständig vor dem Fernseher hocken würde und am Schluss sogar in den Fernseher hinein gesogen wird. Oder Lisa, die nie Zähne putzen mag, deren Zähne irgendwann alle in einem Apfel stecken bleiben, in den sie beißen möchte.

Das Buch ist DEFINITIV NICHT Gute-Nacht-Geschichten- geeignet und ich würde es auch nicht unter fünf Jahren empfehlen. Bei uns war es aber immer wieder eine gute Gelegenheit über Dinge ins Gespräch zu kommen. Was mir selbst drastisch vorkam, haben meine Mädels sehr pragmatisch genommen.

Ich glaube, die Geschichten sind derart skurril und überzeichnet, dass sie Kindern nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommen, sondern eher zum Nachdenken anregen. Jedenfalls war das bei den meinen so …

Und jetzt bist du dran – ich freue mich deine Bücherlieblinge in den Kommentaren kennen zu lernen!
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