5 Tipps, die den Schulanfang erleichtern

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„Dem ersten Schultag mit all dem Neuen blicken nicht nur die Kleinen mit einer Mischung aus Freude und einem mulmigen Gefühl im Bauch entgegen. Diese fünf Tipps helfen dir, unnötige Aufregung zu vermeiden.

1. Entspannt und ehrlich von der Schule sprechen

Sorg für Klarheit.

Dein Kind fragt sich sicher, was da alles auf es zu kommt. Vielleicht lässt es sich verunsichern, wenn ältere Verwandte auf einmal vom "Ernst des Lebens" reden oder mit bedeutungsschwangerer Stimme den großen Schritt betonen. Oder es hat hier und da etwas aufgeschnappt.

Da tut es gut, wenn du ihm entspannt erklärst, wie es in der Schule abläuft. Dabei hilft es, nicht zu überschwänglich von den Vorteilen zu schwärmen. Bis es nämlich gut lesen kann, dauert es eine Zeit, und nicht jeder findet gleich gute Freunde. Zu hohe Erwartungen führen leicht zu Enttäuschung.

Gleichzeitig haben eigene schlechte Erfahrungen aus der Schulzeit nichts in den Gesprächen verloren, wenn du dazu keine Lösung zeigen kannst. Stärke dein Kind lieber darin, dass es Schwierigkeiten, die dazu gehören, meistern wird.

2. Den Schulweg üben und die Schule kennen lernen

Alles, was dein Kind schon vorher kennenlernen kann, kommt nicht neu am ersten, aufregenden Schultag. Wenn du also das Glück hast, vorher schon die Schule oder die Mittagsbetreuung besichtigen zu können, geh unbedingt mit deinem Kind hin.

Sicherheit gewinnt dein Kind auch, wenn ihr früh damit beginnt, den Schulweg zu üben. Wenn es ihn schon bald alleine oder mit Schulfreunden zurücklegen kann, stärkt das sein Selbstbewusstsein und entlastet dich im Alltag.

3. Gut vorbereitet sein

Es hört sich banal an, trägt aber viel zur Entspannung bei. Besorge mit deinem Kind rechtzeitig alles, was es für die Schule braucht.

Kümmert euch schon mehrere Tage vorher um die richtige Beschriftung der Hefte, die Einbände und was da noch alles zu tun ist. Ist das erledigt und auch der Lieblingsradiergummi im Schulmäppchen verstaut, geht es am ersten Schultag beruhigter los. Sobald es in der Schule ist, kann dein Kind sich zunehmend selber bemühen, dass es alles hat.

4. Genug Zeit einplanen

Gewöhnt euch schon Tage vorher an das rechtzeitige Aufstehen. Ebenso wichtig ist es, am Anfang den Tag nicht zu voll zu packen. Es müssen jetzt kein neues Instrument und keine zwei zusätzlichen Arbeitsgruppen sein. Warte lieber ab, ob dein Kind am Anfang sehr erschöpft ist.

Neben den Hausaufgaben sollte noch genug freie Zeit für Spiel und Erholung bleiben. Sport lässt sich als Ausgleich auch spontan einplanen. Zusätzliche neue Aktivitäten kannst du dann mit der Zeit dazu nehmen.

5. Selbstständigkeit unterstützen

Viele Kinder brauchen am Anfang etwas Hilfe, bis es mit Hausaufgaben und Selbstorganisation klappt. Besprecht, wann und wie die Hausaufgaben zu machen sind. Schritt für Schritt sollte es dann selber daran denken und auch alleine daran sitzen bleiben.

Auch bei den Aufgaben selber ist es wichtig, nur bei der Suche nach dem Lösungsweg zu helfen. Wenn dein Kind zum Beispiel beim Rechnen Schwierigkeiten hat, könntest du anfangs Bohnen als Rechenhilfe anbieten. Beim nächsten Mal kannst du es dann schon fragen, was es denn als Hilfe nehmen möchte, und dich so langsam aus der Lösungsfindung zurückziehen.

Lass Fehler zu. Wenn dein Kind zum Beispiel überzeugt ist, dass eine Aufgabe auf eine bestimmte Weise zu lösen ist, während du eine andere für richtig hältst, kannst du ihm das erklären. Besteht es aber auf seiner Ansicht, muss es die Aufgabe so lösen dürfen, wie es sie für richtig hält.

Niemand ist von heute auf morgen selbstständig oder ein perfektes Schulkind. Gönn dir und deinem Kind die Zeit, in die neue Lebenssituation hineinzuwachsen. Räume nur Hindernisse aus dem Weg!“

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