Wie Conni meine Mädels schon seit Jahren durchs Leben begleitet

ConniWir haben Conni kennengelernt als sie ungefähr vier Jahre alt war. Da bekam sie gerade eine Katze. Später auch noch einen Bruder.

Wir waren dabei als sie Ballett lernte, in den Musikkurs ging und als sie zu Hause ihren ersten Kuchen selber machte.

Der erste Skikurs, ihr erster Flug, Schwimmen lernen, Fußball spielen – wir wissen, wie es Conni dabei erging.

Wir haben sie in den Kindergarten begleitet und ihren ersten Schultag miterlebt.

Mittlerweile geht Conni ins Gymnasium, ist 15 und diskutiert mit ihren Freundinnen, ab wann man denn die Pille nehmen sollte.

OMG – sie werden ja so schnell groß!!!

Kennst du Conni auch?

Conni ist die Protagonistin einer ganzen Serie von Büchern. Beginnend bei den kleinen Pixi-Büchlein, die Lesemaus-Bücher im Maxi-Format, Erstlesebücher mit Bildchen statt Substantiven, Großschrift für die Volksschüler und erst vor kurzem haben wir die Variante Conni 15 entdeckt für Leserinnen ab 12.

Leserinnen, weil Conni doch vorrangig Mädchen anspricht – eine männliche Entsprechung von Conni ist mir nicht bekannt. Meiner Bibliothekarin übrigens auch nicht. Sachdienliche Hinweise sind willkommen ;-)

Kleiner Einschub: Gerade habe ich von einer Leserin den Tipp für die Buben bekommen. Da gibt es mittlerweile Bücher über Connis kleinen Bruder Jakob!

Und weil erfolgreiche Bücher auch gerne anderweitig vermarktet werden, hat Conni sogar eine eigene Website www.conni.de, ein Musical und die erste Verfilmung einer Conni-Story kommt im August ins Kino!

In den Büchern erlebt Conni typische Alltagssituationen aus dem Leben von Kindern, somit sind vor allem die, die im Kleinkindalter spielen, wunderbar einsetzbar, wenn ein Entwicklungsschritt oder ein ganz neues Erlebnis ansteht.

Deshalb war Conni fast wie eine Freundin für meine Mädels. Wenn wir auf Skiurlaub fuhren, haben wir vorher „Conni fährt Ski“ gelesen und dann war da immer so ein wenig das Gefühl da, da kommt nicht nur etwas völlig Unbekanntes auf mich zu. Und – wenn Conni das mit dem Skikurs schafft, dann schaffe ich das auch!

Wenn Conni Kuchen backt, dann haben wir ihr Rezept ausprobiert. Für fast jedes Thema, das ein Kleinkind betreffen kann, gibt es auch ein Conni-Buch. Conni ist also immer auch ein wenig Vorbild.

Welche Rollenvorbilder finden wir denn noch in den Conni-Büchern?

Wenn du mir auf Facebook folgst, dann weißt du, dass ich letzte Woche auf einer Fachtagung zum Thema „Geschlechtssensible Pädagogik“ war und natürlich ging es dort auch um die Darstellung von Mann und Frau in Kinderbüchern.

Das hat mich erinnert, wie ich dank Connis Mama eines meiner unbewussten Rollenklischees entlarven durfte.

In den Kleinkindbüchern herrscht klassische Rollenverteilung – Connis Mama bekommt ja noch den kleinen Bruder Jakob und wird als Vollzeit-Mama dargestellt. Als Conni jedoch in die Grundschule geht und Jakob in den Kindergarten, erklärt Connis Mama, dass sie jetzt auch wieder arbeiten gehen möchte.

Dann kommt die Szene, wo die Mama ihren Wunsch mit Conni spricht und ihr erzählt, dass sie sich am Nachmittag bei Dr. Schmid, dem Kinderarzt, vorstellen war.

Was ist da jetzt dein erster Gedanke? Welches Bild entsteht in deinem Hinterkopf?

Bei mir war es das der Sprechstundenhilfe!

Drei Sätze weiter habe ich erfahren, dass Connis Mama Medizin studiert hat und mit Dr. Schmid in einer Gemeinschaftspraxis arbeiten wird.

ERWISCHT!



Mit den Inputs aus der Tagung hab ich mir die Bücher jetzt noch einmal unter dem Gender-Aspekt angeschaut und festgestellt, dass Conni zwar, wie schon gesagt vorrangig Mädchen anspricht, aber als Vorbild ein erfrischend wenig typisch mädchenhaftes Mädchen ist.

Also auch da ein feines Vorbild für die weiblichen Leserinnen! Conni probiert die unterschiedlichsten Hobbys aus – ohne Rücksicht auf „Kann man das als Mädchen wirklich tun?“

Als Conni älter wird, kann sie ihr Fahrrad problemlos selber reparieren. Sie trägt stoisch ihr weiß-rot-gestreiftes T-Shirt – eine pinkifizierte Rosa-Phase erlebt sie nicht. Ihr Freundeskreis ist bunt gemischt an Mädels und Burschen, die wiederum in allen möglichen Familienkonstellationen leben. So hat Lena in Conni 15 zwei Mütter.

Auch wenn die Rollenverteilung von Connis Eltern am Anfang recht traditionell ist, wird immer wieder deutlich, dass auch Connis Papa sich am Alltag beteiligt und keinerlei Berührungsängste vor dem Geschirrspüler oder der Waschmaschine hat.

Magst du Conni auch? Welche Erfahrungen und Erlebnisse hast du mit Conni-Büchern? Oder kennst du ähnliche Geschichten, die Kinder durch ihr Alltagsleben begleiten – Tipps sind willkommen?

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Mama-Coach Vera Rosenauer

Vera Rosenauer

Mama-Coach mit Herz, Hirn, Humor und langjähriger Erfahrung, Mama von zwei großartigen Töchtern, passionierte Langschläferin, Besitzerin (und Leserin!) mehrerer Kubikmeter Fachliteratur

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