Der informative Experten-Blog für Eltern

Gesunde Durstlöscher für Mutter und Baby

water-glass-465952 640Zu einer gesunden Ernährung gehören auch gesunde Getränke – was sind also die besten Durstlöscher für Mama und Kind?

Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich in diesem Zusammenhang noch eine ganz wichtige Frage beantworten:

Wieviel sollte man eigentlich trinken?

Als Faustregel gilt rund 3% des eigenen Gewichts täglich in Form von Wasser zu sich nehmen. Wenn du also 60 kg wiegst, bedeutet das 1,8 Liter Wasser am Tag.

Bei starker körperlicher Belastung oder Hitze kann dieser Wert aber gerne erhöht werden – das heißt, wir achten hier eher auf die Flüssigkeitsbilanz, wird mehr geschwitzt, sollte auch mehr getrunken werden!

Für ein Baby ist das natürlich entsprechend weniger.
Ich hoffe, das entlastet jetzt alle Mütter, die sich Sorgen machen, dass ihr Baby zu wenig trinkt – auch ein Kleinkind muss noch keine zwei Liter pro Tag trinken.

Wenn du gerade mit der Beikost beginnst und sonst noch voll stillst, biete einfach immer wieder mal Wasser an. Auch viele kleine Schlucke summieren sich am Ende des Tages zu einer respektablen Menge.
Flüssigkeit bieten auch saftige Früchte, Suppen oder Kompotte.

Beim Trinken muss man sich durch eine ganze Menge verschiedener Fläschchen und Trinklernbecher durchprobieren, bis man eines findet, aus dem der Junior gerne trinkt. Ich kenne viele Mütter, die ein ganzes Sammelsurium zu Hause haben – frag mal in deinem Mütternetzwerk, vielleicht kannst du ein paar Modelle ausborgen zum Ausprobieren, so sparst du bares Geld!

Kleinkinder mögen oft gerne Strohhalme zum Trinken, das trainiert auch gleich die Mundmuskulatur und unterstützt die richtige Aussprache beim Sprechen lernen.

Was aber sind jetzt wirklich die besten Getränke?

Das optimale Getränk - Wasser

Wasser – ob aus der Leitung, Mineralwasser still, mild oder prickelnd – ist und bleibt der optimale Durstlöscher!

Unser Körper besteht zu rund zwei Dritteln aus Wasser, und Wasser ist es auch, wonach er verlangt, wenn er Durst meldet. Wasser ist ein Lebensspender (oder womit gießt du deine Pflanzen?), zu wenig davon kann Müdigkeit verursachen oder auch Kopfschmerzen.

Wasser eiskalt zu trinken ist übrigens nicht empfehlenswert, der Körper muss Energie aufwenden, um es auf Körpertemperatur aufzuwärmen. Wenn man zu den Mahlzeiten also eisgekühlte Getränke zu sich nimmt, geht sozusagen ein Teil der Verdauungsenergie ins Aufwärmen des Getränks statt ins Aufnehmen der Nährstoffe.

Gerade in heißen Ländern wird zum Durst löschen oft heißer Tee statt kaltem Wasser getrunken. Wasser also besser auf Raumtemperatur trinken oder gerne auch heiß!

Mineralwässer sind sehr vielfältig – im Handel gibt es eine große Auswahl verschiedener Wässer mit unterschiedlichem Mineralstoffmix. Eine gute Portion Magnesium und Calcium im Wasser kann uns durchaus guttun, die Mineralstoffe liegen im Mineralwasser schon in gelöster Form vor, so können wir sie gut aufnehmen.

Tee

Tee ist eine gute Alternative, wer ab und zu etwas Geschmack in seinem Getränk haben möchte. Kinder mögen meist gerne Früchtetee – bitte immer frisch zubereiten und möglichst ungesüßt trinken.

Verzichte auf Instanttees, bei denen Granulat in heißem Wasser aufgelöst wird, die enthalten unglaublich viel Zucker!

Abgesehen davon, dass Kräutertees ebenso oft gut schmecken, kann man mit ihnen auch Abhilfe bei kleinen Unpässlichkeiten schaffen. So hilft Baldriantee bei Nervosität oder Schlafstörungen, Kamille kann entzündungshemmend wirken und tut gut bei gereiztem Magen. Fencheltee ist hilfreich bei Blähungen - er kann schon Säuglingen gegeben werden, natürlich auch auf dem Weg über die stillende Mutter.

Bei Kräutertees ist es aber eben wegen der Wirkung gut sie immer wieder abzuwechseln und nicht drei Wochen lang durchgängig eine bestimmte Sorte zu trinken!
Ich mag sehr gerne den Aloe Blossom Herbal Tea* - er schmeckt sehr zimtig und wenn man ihn etwas länger ziehen lässt, sogar süß. Eine feine kalorienfreie Alternative, wenn der Heißhunger zuschlägt ;-))

Säfte

Fruchtsäfte enthalten erstaunlich viel Zucker, allerdings Zucker aus Früchten und das in Verbindung mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineral- oder Ballaststoffen.

Deshalb sind sie als Zwischenmahlzeit, hochwertiger Fruchtsaft oder ein Smoothie sogar als Obstportion und nicht als Getränk zu sehen.

Wenn du Fruchtsäfte bis jetzt pur getrunken hast, gewöhn dir an, sie mit Wasser zu „spritzen“. Vielleicht anfangs nur wenig und dann immer mehr Wasser – so gewöhnt man sich leichter an die fehlende Süße, ideal ist ein Verhältnis von zwei Teilen Wasser und einem Teil Saft.

Von Müttern höre ich oft, dass sie für ihre Kinder zu Fruchtsäften greifen, weil das Kind sonst überhaupt nichts trinke.

Ständig süße Getränke schädigen auf Dauer die gesunde Zahnsubstanz, auch wenn sie verdünnt sind. Eine Zahnärztin hat das bei einem Vortrag einmal so ausgedrückt: „Kommt der Obstsaft pur, ist das für die Kariesbakterien wie ein All-Inclusive-Buffet, kommt er stark verdünnt, dann ist er eben nur ein Billigmenü, aber trotzdem Nahrung!“

Süße Säfte sollten für Kinder also Ausnahme bleiben oder nur zu bestimmten Zeiten getrunken werden.

Zum Beispiel: Zu den Mahlzeiten gibt es verdünnten Saft, dazwischen wird Wasser getrunken.

Das erleichtert auch den Alltag, denn wenn die Wasserflasche auf dem Weg zum Spielplatz in der Tasche ausrinnt, ist das weniger Reinigungsarbeit als bei der Saftflasche!

Tipps für die gesunde Getränkewahl

·         Achte auf den Zuckergehalt
·         Verzichte auf Zusatzstoffe wie Aspartam oder Farbstoffe –keine Light-Getränke
·         Je weniger Zutaten in der Zutatenliste stehen, umso besser
·         Verdünne Fruchtsäfte mit Wasser
·         Probiere die Vielfalt der Kräuter- und Früchtetees
·         Und – trink Wasser, Wasser, Wasser!

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Vera Rosenauer

Mama-Coach mit Herz, Hirn, Humor und langjähriger Erfahrung, Mama von zwei großartigen Töchtern, passionierte Langschläferin, Besitzerin (und Leserin!) mehrerer Kubikmeter Fachliteratur

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