Wenn das Kleinkind plötzlich kratzt, beißt und haut …

Früher oder später im zweiten Lebensjahr hat fast jedes Kleinkind eine Phase, in der es haut, kratzt, beißt, zwickt, mit Gegenständen wirft oder andere an den Haaren zieht - kurz gesagt, plötzlich grob zu Eltern und anderen Kindern ist.

Eltern erschrecken dann und fragen sich voll Angst: Wo hat es das Kind bloß dieses aggressive Verhalten gelernt, warum tut es das?

Darum gehts hier:
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    Was steckt hinter hauen, beißen, kratzen & Co bei Kleinkindern?

    Beim Hauen sind das oft ungelenke Zärtlichkeiten. Die körperliche Entwicklung verläuft „von oben nach unten und von innen nach außen“. Das heißt, die Beherrschung des Schultergelenks erfolgt früher als die von Ellbogen, Handgelenk und Fingern.

    Und jetzt versuch mal eine Katze zu streicheln, wenn du das Schultergelenk nicht vollkommen unter Kontrolle hast – da wird schnell ein „Hinhauen“ draus, das aber keinesfalls aggressiv gemeint ist.
    Hilfreich ist, dem Kind die Hand zu führen (wenn es ums Katze streicheln geht!). Üben und Abwarten heißt die Devise – und Verständnis für die Katze haben, wenn sie grad mal keine Geduld fürs Üben hat.

    Manche Kinder versuchen auch über den körperlichen „Angriff“ mit anderen in Kontakt zu kommen. Es fehlt einfach noch die Idee, dass man auch Hingehen und nach dem Zusammen-Spielen fragen könnte (und meist fehlt in dem Alter auch noch die sprachliche Ausdrucksfähigkeit!). Dann gilt es dem Kind, Alternativen zur Kontaktaufnahme zu zeigen. „Wollen wir gemeinsam zum …. gehen und schauen, ob ihr zusammen spielen könnt?“

    Aber der Grund Nr. 1, wenn das Kind aggressiv wird, ist ..

    Das Kind kann seine Gefühle noch nicht anders ausdrücken

    Und das Gefühl hinter der Aggressivität ist meist Wut, die aus einer Frustration kommt.

    • Der Turm aus Bausteinen ist zusammengestürzt
    • beim Abendessen steht der gelbe Becher auf dem Tisch statt des blauen
    • Das Keks darf nicht jetzt gegessen werden
    • Der Flummi ist verloren gegangen
    • Ein anderes Kind will jetzt mit dem roten Schauferl spielen
    • ….

    Der Anlass mag minimal sein, aber jetzt wird die Wut körperlich am Nächstbesten ausgelassen – je nach Temperament wird eben lieber gebissen, gekratzt, geworfen …

    Dafür braucht es auch kein Vorbild, dieser Impuls kommt von innen! Kinder hauen nicht, weil sie das zu Hause gesehen haben – das sind eher ungestüme körperliche Reaktionen. Nochmal zur Wiederholung: ich spreche hier von Kleinkindern etwa im zweiten oder dritten Lebensjahr!

    kleinkind grob zu anderen kindern

    Kleiner Exkurs:

    Erwachsene verwenden in solchen Situationen dann gerne Schimpfwörter (selbstverständlich nicht vor den Kindern ;-)) – aber zugegeben, es erleichtert, oder?

    Kinder fehlt diese erleichternde Möglichkeit und wenn sie schon passende Worte kennen würden, dürften sie sie nicht verwenden …

    Das kleine Wörtchen "NEIN" ist übrigens auch ein potentieller Auslöser für einen Wutanfall, gerne begleitet von körperlichem Ausleben. Nicht jedes Nein ist aber im Alltag notwendig, hol dir hier das Mini-Poster "3 Alternativen zum NEIN-Sagen" und reduziere damit die Wahrscheinlichkeit von Wutanfällen

    3 erprobte Alternativen zum NEIN-Sagen

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    Wie reagierst du sinnvoll, wenn dein Kleinkind haut und beißt?

    Indem du eine zweiteilige Botschaft sendest:

    Teil 1: „Stop“

    Gewalt in welcher Form auch immer ist nicht ok, das tut dem anderen weh!

    Teil 2: Verständnis

    nicht für die Gewalt, aber für das Gefühl, das das Verhalten ausgelöst hat – „ich sehe, du bist wütendl …“

    Wenn Du weißt, was die Wut ausgelöst hat, kannst du noch z.B. „weil du jetzt auch mit dem roten Auto spielen möchtest“ hinzufügen.

    Meist ist aber schon das reine Benennen des Gefühls hilfreich, weil das Kind sich verstanden und als Person angenommen fühlt, auch wenn sein Verhalten grade nicht ok war.

    Wenn noch andere Kinder betroffen sind, gilt es, dem Kind alternative Verhaltensweisen aufzuzeigen – ihm Ideen geben, was sonst außer Hauen etc. kann es noch tun, wenn es plötzlich wütend wird. Sind fremde Kinder im Spiel, wirst du auch überlegen, ob du eingreifst oder nicht. Mehr dazu weiter unten!

    Was tun, wenn das Kind haut und lacht?

    In dem Fall ist es wichtig zu verstehen, dass das Kind jetzt nicht über dich lacht oder gar nach dem aggressiven Verhalten lacht, um dir eins auszuwischen oder dich zu provozieren!

    Kleinkinder können sich aber noch nicht in jemand anderen hineinversetzen und sich vorstellen, wie der sich fühlen würde. Das macht es ihnen geradezu eine Provokation geradezu unmöglich! Diese "Provokation" passiert nur in deinem Kopf ...

    Dieses Grinsen ist nicht frech gemeint, sondern eher das Angebot einer Entschuldigung - ein "Simma-wieder-gut-Lächeln"

    Wie kannst du deinem Kind helfen, seine Wut in sozial angemessene Bahnen zu lenken?

    Akzeptiere und verstehe, dass dein Kind wütend sein darf!

    Gefühle lassen sich nicht auf Dauer unterdrücken. Probiere eine oder mehrere der folgenden Strategien aus – gerne auch in Kombinationen. Ganz wichtig zuallererst:

    Gib dem Kind Worte für dieses intensive Gefühl!

    Benenne, was du siehst: „Jetzt bist du aber so richtig …“ wie auch immer du es dann nennen willst:

    Ärgerlich – wütend – stinksauer – zornig - …

    Sobald das Kind ein Wort dafür hat und es aussprechen kann, ist ein erstes kleines Ventil geschaffen, das erleichtert.

    Die Wut körperlich abbauen

    Das ist grundsätzlich eine wunderbare Variante – wir müssen nur Alternativen finden, wo niemandem weh getan und nichts beschädigt wird.

    • Aufstampfen
      ist für mich das simpelste, weil überall durchführbar und nichts weiteres dafür gebraucht wird. Die Wut geht direkt in den Boden – Rumpelstilzchen macht uns das ja sehr schön im Märchen vor ;-)
    • Boxsack - Wutpolster
      In dem Fall ist das Hauen ok – tut ja niemandem weh! Kann auch gut vorbeugend eingesetzt werden
    • Ins T-Shirt beißen
      Die Variante für die Beißer-Kinder – den Saum vom T-Shirt hochnehmen und dort reinbeißen. Der wichtige Aspekt daran: nicht das Beißen per se muss aufgegeben werden, sondern bloß der Ort des Reinbeißens wird geändert.
    • Bälle werfen
      Für alle Kinder, die bei Wut gerne Dinge durch die Gegend schleudern, lohnt die Anschaffung einiger Schaumstoffbälle. Ist für die Möbel wesentlich schonender als das Werfen mit Holzbausteinen.
    • Zeitungen zerreißen
      Alternativ kannst du auch alte Zeitungen zurechtlegen, die im Bedarfsfall zerrissen und zusammengeknautscht werden. Wirft dein Kind gerne mit Gegenständen? Dann dürfen die Papierbälle natürlich auch durch die Luft fliegen. Da bleibt nimmer viel Wut über, im Gegenteil das kann ganz schnell zum Familienspaß werden. Und wenn du danach weniger Aufräumen möchtest: Ziel werfen in einen Kübel!

    Wie lernen Kinder solche „Wutabbau-Maßnahmen“?

    Am besten bist du deinem Kind ein Vorbild, wenn du ihm auch zeigst, wie du mit deiner Wut und deinem Ärger umgehst. Ja, das ist kein Problem als Mutter auch mal wütend zu sein. Wir sind keine ewig gelassenen Heiligen!
    Lies auch hier Wie du gut mit kindlicher Wut umgehst – und mit deiner eigenen!

    Kinder spüren das sehr gut, wenn wir schon innerlich brodeln, aber äußerlich noch einen auf gelassen und ruhig machen. Wetten, dass dein Kind dann so lange „den Finger in der Wunde“ hat, bis du explodierst?

    Also lieber frühzeitig auf zum Wutpolster ;-))

    Kleinkind haut und kratzt

    Kleinkind haut und kratztKleinkind haut und kratztMerkenMerken

    Was aber tun, wenn mein Kind andere Kinder haut, kratzt, beißt, an den Haaren zieht

    Einmischen oder nicht – das ist hier die große Frage. Die ich schon einmal in Bezug auf Geschwisterstreit im Artikel Einmischen in Geschwisterstreit – ja oder nein? aufgegriffen haben.

    Die dort genannten Vor- und Nachteile des Einmischens gelten auch hier. Doch wenn ein fremdes Kind im Spiel ist, wird das Ganze noch komplizierter, weil dann außer dem Kind auch noch die andere Mutter und deren Verhalten, der Ansichten mit berücksichtigt werden müssen.

    Und schon öfter hab ich es erlebt, dass die Mütter noch erbittert über Streit und Handgreiflichkeiten der Kinder diskutierten, während die Kinder selbst schon wieder friedlich miteinander spielten.

    Bevor du also entscheidest, ob und wie du eingreifst – stell dir die folgenden sechs Fragen, wie so oft gibt es keine Patentlösung. Altersmäßig geht es hier um Kleinkinder, also etwa zweites und drittes Lebensjahr.

    Und vergiss nicht:

    Jede Situation hat ihre eigene Problemstellung und braucht eine eigene Lösung

    1.       Wen haut das Kind?

    Es macht einen Unterschied, ob es um ein fremdes Kind geht oder um eins, das dein Kind gut kennt und öfter sieht.

    Kinder, die sich öfter sehen, entwickeln oft einen eigenen Umgang miteinander und der kann auch ruhig mal „körperbetonter“ sein. Wenn das für beide ok ist.

    Geht es um ein fremdes Kind – zum Beispiel auf dem Spielplatz – würde ich etwas eher eingreifen, denn natürlich kennst ja auch du dieses Kind nicht. Du kennst seine Erfahrungen nicht – ein Zweit- oder Drittgeborenes geht meist routinierter mit Übergriffen anderer Kinder um als ein (bis dato) Einzelkind, das sonst nur von Erwachsenen umgeben ist. Das bringt dich auch gleich zur nächsten Frage:

    2.       Wie reagiert das andere Kind?

    Weint es? Ist es erschrocken? Haut es zurück? Ist es dadurch nicht aus der Ruhe zu bringen und spielt einfach seelenruhig weiter?

    Die Antworten darauf werden die Geschwindigkeit deines Eingreifens beeinflussen.

    3.       Wer ist noch dabei?

    Kleinkinder sind ja nicht alleine unterwegs – irgendeine Betreuungsperson des anderen Kindes wird in der Nähe sein. Ein kurzer Rundum-Blick genügt meist um diese zu identifizieren.

    In dem Moment erkennst du auch, wie reagiert diese Person? Verschreckt, weil ihr kleiner Schatz angegriffen wurde? Schaut sie auch gerade herum, um dich als „die andere Mutter“ ausfindig zu machen?

    Im ersteren Fall wird sie wahrscheinlich die erste sein, die eingreift um ihr Kind zu trösten. Im zweiten Fall kannst du die Initiative ergreifen und zuerst mal mit ihr Kontakt aufnehmen im Sinne von „Was machen wir jetzt am besten?“ So holst du sie gleich ins Boot.

    4.       Kennen sich Kinder und Mütter?

    Dann nutze mal eine ruhige Gelegenheit – also wenn grad kein akuter Hau-Konflikt in der Luft liegt – und besprich dich mit ihr. Wie sieht sie das? Was hält sie vom Eingreifen? Wann genau hält sie es für notwendig?

    Dann kennt ihr eure Ansichten und könnt im Konfliktfall eher ruhig bleiben und beim Eingreifen am selben Strang ziehen.

    5.       Wie alt sind die Kinder?

    Wie groß ist der Alters- bzw. Kräfteunterschied? Ist dieser sehr groß, wird wahrscheinlich ein Eingreifen zum Schutz des Jüngeren/Schwächeren angesagt sein.

    6.       Wie oft kommt das vor?

    Passieren die Übergriffe ab und zu, mach dir kein allzu großes Problem daraus.

    Wird aber bei jedem Besuch auf dem Spielplatz/der Spielgruppe/des Freundes gehaut, solltest du dir das Ganze mal näher anschauen. Woran kann es liegen, dass dein Kind so schnell zum Hauen der anderen neigt?

    Manchen Kindern machen zu viele andere Kinder einfach Stress und dann wissen sie für sich im Moment mal keine andere Lösung, als auf die anderen hinzuhauen. Vermeide in dem Fall für einige Zeit, größere Ansammlungen von Kindern und bringe dein Kind bewusst nur in Situationen, mit wenigen Kindern, wo es sich sicher fühlt. Damit kann es Kraft tanken für die größeren Gruppen.

    Kleiner Exkurs:

    Widerstehe der Versuchung, dein Kind „zur Gewöhnung an diese Situation“ bewusst oft einer Gruppe mit vielen Kindern auszusetzen, damit es lernt, damit umzugehen. „Schließlich muss es ja später in Kindergarten oder Schule.“

    Das ist einerseits noch Monate oder gar Jahre und somit viele Reifungs- und Entwicklungsschritte entfernt. Andererseits herrscht dort eine völlig andere Gruppendynamik und du wirst nicht dabei sein. Kinder verhalten sich in Anwesenheit der Mutter oft vollkommen anders als ohne sie!

    Du entscheidest dich also fürs Eingreifen – aber wie gehst du das nun an?

    Deine Botschaft muss mehrere Teile enthalten:

    1.       Stopp – Gewalt ist nicht ok
    2.       Wahrnehmen des Auslösers für die Gewalt
    3.       Wie geht’s jetzt weiter?

    Dein Eingreifen könnte also in etwa so aussehen: „Stopp – hör auf den … zu hauen. Du bist wütend, weil er dir das Schauferl weggenommen hat. Was könnt ihr jetzt tun, damit ihr weiterspielen könnt?“

    In der Realität wirst du zwischen den einzelnen Teilen bestimmt Pause machen müssen.

    Teil 2 der Botschaft macht erst Sinn, wenn die Emotionen so weit beruhigt sind, dass keiner der Beteiligten mehr lautstark heult. Und das Denkvermögen für Teil 3 wird erst da sein, wenn das Kind das Verständnis seiner Emotionen aus Punkt 2 fühlt.

    Oft finden schon auch sehr kleine Kinder dann Antworten auf die Frage aus Punkt 3 – wenn gar nichts geht, versuche mal Vorschläge zu bringen. Aber vermeide, eine Erwachsenenlösung „auf dem Silbertablett“ daher zu bringen.

    Wenn Kinder die Mama schlagen

     

    Drei Punkte sind mir zum Schluss noch wesentlich:

    WICHTIG – achte auf deine innere Erwartungshaltung!

    Überprüfe immer wieder deine inneren Bilder von deinem Kind, denn die bestimmen viel von der Art, wie du eingreifen wirst.

    Bist du innerlich überzeugt, dass dein Kind ein richtiger kleiner „Schläger“ ist, wirst du danach auch handeln. Und das auch in Situationen, in denen du den Tathergang gar nicht beobachtet hast. Du hörst ein Kind weinen und schon stürzt du hin, weil du befürchtest, dein Kind könnte der Schuldige sein!

    Damit startet im schlimmsten Fall ein Teufelskreis und dein Kind handelt so wie du es befürchtest – die typische self-fullfilling-prophecy!

    Bitte nicht: Wehr dich doch!

    Höre ich immer wieder als Eingreifen, wenn das eigene Kind gehaut wird – ist aber für ein Kleinkind eine völlig unverständliche Botschaft mit doppeltem Boden!

    „Mama sagt, – Stopp, Gewalt ist nicht ok. Aber offenbar in manchen Situationen ist es doch toleriert, ja sogar erwünscht, dass ich haue. Hm, da kenn ich mich jetzt aber nicht mehr aus!“

    So in etwa wird es dein Kind verwirren – Kleinkinder brauchen noch sehr Schwarz-Weiß-Botschaften, um Ordnung in die verwirrende Welt um sie herum zu bekommen.

    Die Sache mit der Entschuldigung!

    „Entschuldigung“ zu sagen ist ein gesellschaftliches Ritual – natürlich ist es eine gute Idee, dass auch dem Kind beizubringen. Wenn du aber siehst, dass es selbst ganz fertig ist, weil es nicht damit gerechnet hat, dass das andere Kind so stark weint – dann zwing es nicht das Wort auch noch auszusprechen, wenn es ohnehin mit seiner ganzen Körpersprache bereits um Entschuldigung bittet.

    Außerdem soll das Wort „Entschuldigung“ auch nicht als Absolution für jedwedes Verhalten gelernt werden. Nach dem Motto: Ich kann ruhig zuhauen, wenn ich danach Entschuldigung sage, ist es alles in Ordnung“

    Buchtipps zum Weiterlesen

    Kinder dürfen aggressiv sein* von Jan Uwe Rogge - mal eine ganz überraschende Sichtweise in bewährte "Rogge-Manier" beschrieben

    Kleine Gefühlskunde für Eltern* von Vivian Dittmar - schön zu lesen, wie große Gefühle in Kindern entstehen und wie wir ihnen helfen können, damit umzugehen

    Für Kinder:
    Das kleine Wutmonster

    Wohin mit meiner Wut?

    Wie siehst du das? Kennst du solche Situationen vom Spielplatz? Wie gehst du damit um, wenn dein Kind andere haut oder von anderen gehaut wird? Ich freue mich auf deine Kommentare.

    26 Kommentare

    1. Veröffentlicht von Maria am 18.10.2015 um 18:20

      Liebe Vera Rosenauer,

      ein sehr interessanter Artikel, der mich etwas beruhigt hat. Ich habe mich nämlich schon gefragt, ob es „normal“ ist, dass unser kleiner Sohn (16 Monate) öfter durch vermeintliche „Kleinigkeiten“ riesige Wutanfälle bekommt – da reicht manchmal schon ein einfaches „Nein“ von der Mama, wenn er auf dem Weg zur Steckdose ist;-).

      Wenn er „aus Spaß“, durch Ungeschicklichkeit oder um zu testen was passiert haut, klappt es super, wenn man ihm sagt, dass er das lassen soll, weil das weh tut und er statt dessen lieber „ei“ machen soll – dann streichelt er den/die zuvor Gehauene/n:lol:.

      Was mich allerdings bedenklich stimmt ist die Tatsache, dass seine Wutanfälle sich oft weniger gegen Andere richten (wenn dann versucht er mich hin und wieder auf dem Wickeltisch zu treten, was ich immer gleich konsequent unterbinde), sondern oft gegen sich selbst:sad:(er schlägt sich mit den Händen gegen den Kopf, „hämmert“ den Kopf gegen die Wand oder Gegenstände, beißt in den Teppich – was ja noch ok ist – usw.). Ich habe den Eindruck, wenn ich eingreife um ihn zu schützen und erkläre, dass er aufhören soll, weil das weh tut, macht er das extra noch einmal :sigh:. Kann man da konkret etwas tun oder ist in diesen Fall eine kurze Erklärung und Anweisung (z.B. Hör bitte damit auf, du tust dir weh) und dann ignorieren besser?

      Viele Grüße
      Maria

      • Veröffentlicht von Vera am 19.11.2015 um 09:20

        Liebe Maria,
        danke für dein positives Feedback:-)
        ich würde dir eine Kombination von Strategien empfehlen – einerseits wie du selbst schon geschrieben hast, kurze Anweisung zum Aufhören und dann das weitere Verhalten zu ignorieren. Wichtig ist in dem Fall, dass nur das Verhalten ignoriert wird und nicht das Kind!
        Andererseits zu schauen, ob du die Energie umzulenken kannst z.B. „Schau hauen wir gemeinsam auf den Polster“ ohne weiter auf das Auf-den-eigenen-Kopf-hauen einzugehen.
        Liebe Grüße, Vera

    2. Veröffentlicht von Petra am 19.11.2015 um 20:22

      Hallo Vera,
      da meine beiden Kleinen sich gerade ganz schön heftig streiten, experimentiere ich gerade, was ihnen hilft.
      Im Moment ist es auch die „Stop-Methode“.
      „Stop, hör sofort auf, dass tut deiner Schwester weh“
      Deine Ergänzung mit dem Gefühl benennen finde ich super und werde ich nun auch zusätzlich verwenden.
      LG
      Petra

    3. Veröffentlicht von Sandra am 21.11.2015 um 18:23

      Liebe Vera, meine Tochter ist schon aus diesem Alter draußen, ich finde es aber trotzdem toll, wie Du hier Verständnis für das Kind weckst. Oft sind die Ursachen so simpel und als Erwachsener zerbricht man sich den Kopf und denkt man macht etwas falsch in der Erziehung. Toll, dass Du da Abhilfe schaffst. Alles Liebe, Sandra

    4. Veröffentlicht von Johana am 14.12.2015 um 18:28

      guten tag,
      mein 16monate alter sohn lässt sich von gleichaltrigen oder sogar kleineren kindern stoßen,schubsen oder sachen wegnehmen.statt sich zu wehren schaut er gleich wo ich bin und quengelt oder weint.ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.er tut mir leid.wie kann ich ihn ermutigen sich nicht alles gefallen zu lassen?mein mann und ich sind höflich aber nicht devot.lg johana

      • Veröffentlicht von Vera am 15.12.2015 um 18:28

        Liebe Johana,
        deinem Sohn passiert etwas, was er so noch nicht kennt oder das ihm unangenehm ist. Er sieht sich nach seinem „sicheren Hafen“ um, das ist eine ganz tolle und vollkommen angemessene Reaktion für sein Alter!
        Du kannst ihm helfen, das was passiert in Worte zu fassen „Das Kind hat dir etwas weggenommen, das war nicht ok – wir sagen, du möchtest es wieder zurück!“ oder „Das Kind hat dich geschubst und du bist hingefallen, das Schubsen war nicht ok“ Er erfährt dadurch Ermutigung, dass du ihn und seine Empfindungen ernst nimmst. Gleichzeitig lernt er durch dich verbale Alternativen zu den Übergriffen kennen, die er früher oder später auch so übernehmen wird. Alles Liebe, Vera

    5. Veröffentlicht von Elisabeth am 20.08.2017 um 09:30

      Hallo,
      Habe gerade den Bericht gelesen, wenn mein Kind andere haut, beist…. gelesen.
      Mein Sohn ist 11 Monate, er reißt an den Haaren und beißt oft zu, seit er Zähne hat tut es richtig weh.
      Er macht es auch bei anderen Kinder, er kann darauf zu krabbeln und zack hat er ihn an den Haaren.
      Mir kommt es oft so vor, ob er wie ein zwicker Bussi verteilen will, nur packt er an den Haaren und will sich da mit seinem Gesicht rein kuscheln.
      Ich weiß echt nicht was ich tun soll, ich kann mein Sohn nicht alleine mit anderen Kinder auf dem Boden spielen lassen.
      Vielleicht haben Sie welche Tipps
      Vielen Dank. Gruß Elisabeth

      • Veröffentlicht von Vera am 20.08.2017 um 18:31

        Liebe Elisabeth,
        du siehst es sehr richtig, dass er eigentlich Kontakt aufnehmen möchte zu dem anderen Kind. In seinem Alter ist aber einerseits seine Motorik noch nicht ganz ausgereift, sodass ein Streicheln unabsichtlich zu einem Hauen wird oder an den Haaren gezogen wird, weil das Loslassen noch nicht so klappt (tatsächlich lernen Kindern viel früher zugreifen als loslassen!).
        Momentan ist es wichtig, dass du seine „guten Absichten“ erkennst und ansprichst, aber trotzdem auch die anderen Kinder vor Übergriffen schützt bzw. deren Müttern erklärst,was passieren kann, wenn die Kids alleine spielen. Dann könnt ihr gemeinsam entscheiden, ob ihr das Alleine-Spielen riskiert oder lieber so nahe dabeibleibt, dass ihr eingreifen könnt. Erfahrungsgemäß geht so eine Phase in einigen Wochen wieder vorbei (und es kommt eine andere;-)Alles Liebe, Vera

        • Veröffentlicht von Elisabeth am 21.08.2017 um 12:32

          Vielen Dank für die rasche Antwort! Was ist wenn wir das Problem schon mehrere Monate haben?
          Ist dies dann auch normal? Heißt es hier Abwarten und Tee trinken und Hoffen dass die Phase bald vorbei ist?
          Lg Elisabeth

          • Veröffentlicht von Vera am 22.08.2017 um 18:32

            Es kann insofern auch mehrere Monate dauern (gefühlt ist das für die Mama eher ewig!) als es von der unausgereiften Motorik dann in die Phase „ich kann meine Gefühle noch nicht anders ausdrücken als körperlich“ übergeht.
            Das heißt also auch viel Geduld haben, immer wieder die drei Schritte durchspielen (Stopp – was steckt dahinter – wie gehts weiter/Alternativen anbieten). Da hilft leider nicht die einmalige Intervention, sondern nur der „stete Tropfen“ ….

    6. Veröffentlicht von Christiane am 30.08.2017 um 18:34

      Schönen guten Abend,
      ich befürchte, ich bin bereits an dem Punkt der selbsterfüllenden Prophezeiung angelangt. Mein Sohn (bald 3 1/2) war lange Zeit ein wirklich braves, ruhiges Kind, das sich eher mal was wegnehmen und sich vieles gefallen ließ und sich selten bis kaum zur Wehr setzte.
      Seit einiger Zeit verhält er sich jedoch recht aggressiv und weiß oft nicht wohin mit seiner Wut. Bei den letzten Spielplatzbesuchen nahm er jedes Mal anderen (immer nur kleineren) Kindern etwas weg, schlug zu, wenn ihm etwas nicht passte oder schubste, um an sein gewünschtes Ziel zu gelangen. Natürlich sage ich ihm immer, dass Gewalt keine Lösung ist, dass man das nicht tut, dass Schlagen anderen Kindern weh tut und er auch nicht geschlagen werden will. Ich habe auch schon mit klassischer Bestechung gearbeitet („Wenn du dich heute von deiner Zuckerseite zeigst, gehen wir auf ein Eis“ bzw. „Wenn du heute wieder ein Kind haust, schubst, etwas wegnimmst, gibt es dieses oder jenes nicht“), das klappt allerdings natürlich auch nicht wie am Schnürchen…Ich gehe nun schon immer mit einem etwas mulmigen Gefühl zum Spielplatz oder anderen Orten mit mehreren Kindern, da ich die Angst bzw. Befürchtung habe, dass er sich wieder daneben benimmt. Bei jedem weinenden Kind habe ich gleich meinen in Verdacht 🙁 Vermeiden kann ich solche Situationen aber auch nicht ganz, da nächste Woche der Kindergarten beginnt und er sich da auch wieder mit anderen Kindern auseinandersetzen muss und das ja auch wichtig für ihn ist! Ich will und kann ihn ja nicht isolieren! Mit einigen Kindern harmoniert er ja sogar auch ganz gut, aber das kann man sich halt im Kindergarten nicht aussuchen. Was kann/soll/muss ich tun, damit mein Bub mit seinen Aggressionen ohne Gewalt fertig wird?
      Danke und liebe Grüße,
      Christiane

      • Veröffentlicht von Vera am 31.08.2017 um 21:34

        Liebe Christiane –
        versuch mal als erstes deinen eigenen Fokus aufs Positive zu richten und schreib dir jeden Abend drei Stiuationen auf, in denen es gut geklappt hat. Und suche für eine Zeitlang mit ihm eher die Gesellschaft von Kindern, mit denen er gut harmoniert – das hilft, die Sache mit der „self fullfilling prophecy“ sukzessive umzukehren, weil sich das innere Bild ändert.
        Oft hilft auch spielerisches Balgen bei einer Polsterschlacht zum Beispiel zum Kennnenlernen der eigenen Kräfte, dann lassen sie sich im Akutfall besser dosieren. Kampfsport geht auch in diese Richtiung, wobei ich nicht weiß, ob Judo etc, schon in diesem Alter angeboten wird. Da kann man seine Kräfte austoben, hat aber ganz klare Regeln (aufhören, wenn einer nicht mehr will!)
        Alles Liebe, Vera

        • Veröffentlicht von Christiane am 31.08.2017 um 22:35

          Vielen Dank für die rasche Antwort und die Tipps 🙂
          Liebe Grüße,
          Christiane

    7. Veröffentlicht von Sabrina am 22.04.2018 um 18:36

      Hallo liebe Vera,
      mein kleiner ist jetzt 1 Jahr und 7 Monate… er befindet sich mittlerweile bei der 2 Tagesmutter.bei der 1 musste ich ihn nach 2 Monaten rausnehmen. bei der 2 ist er jetzt seit 3.5 Monaten und es ist das komplette Gegenteil. die ersten 2 Monate war er mit der Tagesmutter und deren Tochter (1jahr ) allein. seit 6 Wochen hat sie noch 2 andere kinder dazu… und nun ist es so das er seit 5 Wochen nur noch ununterbrochen die Kinder haut, beisst ,haare ausreisst und sogar zu Boden bringt… ich muss dazu sagen das mein kleiner sehr schnell lernt und jetzt schon super schlau ist. was kann ich als Mama tun in der Zeit wo er bei mir ist? kann es sein das er vielleicht doch in die Krippe muss? ich muss dazu sagen das die Tagesmutter ja auch keine Pädagogin ist sondern auch nur Mutter…
      was kann ich tun?
      LG
      sabrina

      • Veröffentlicht von Vera am 16.04.2018 um 21:36

        Liebe Sabrina – ich würde eher nicht zur Krippe raten. Ich könnte mir vorstellen, dass es ihn vielleicht noch etwas stresst mit den beiden neuen Kindern bei der Tagesmutter (und in der Krippe wären ja noch viel mehr Kinder!) und das das Hauen, etc. vorerst seine Art ist, sich auszudrücken. In seinem Alter kann er es ja noch nicht mit Worten sagen, dass ihm manchmal etwas zu viel ist oder gegen den Strich geht. Liebe Grüße, Vera

    8. Veröffentlicht von Sabrina am 29.05.2018 um 20:40

      Hallo.
      Ich bin verzweifelt und frustriert. Fühle mich total schlecht und als versager. Meine Tochter, ein absolutes Wunschkind, ist seit April 2018 zwei Jahre alt und ist ein sehr aufgewecktes Kind. Sie ist sehr selbstständig und ich binde sie im täglichen Leben mit ein. Ich verbringe viel Zeit mit ihr und unternehme mit ihr Recht viel. Seit ungefähr einem guten halben Jahr kommen schubweise Phasen wo sie andere Menschen ( Mama Papa Oma Tante Kinder jeglichen alter ) haut schubst oder ins Gesicht zwickt.
      Ich bin ebenfalls schon eine prophezeiende Mama da es mir sehr unangenehm ist! Einige Freundinnen haben sogar den Kontakt zu uns schleichend abgebrochen.
      Wenn meine Tochter ein anderes Kind haut- reagiere ich zuerst erschrocken und sage laut und bestimmt NEIN Lea das macht man nicht ! Warum hast du jetzt der Sophie ins Gesicht gehaut- jetzt hat sie weh und weint! Im Zuge dessen nehme ich sie bei der Hand und zur Seite, oft auch auf dem Arm. Dabei schlägt sie auch auf mich was dann meine innere wut und zugleich Hilflosigkeit nur noch größer macht! Meine Tochter lacht manchmal und sagt :“ lea Sophie haut „ als ob sie stolz darauf wäre. Das zerbricht mir das Herz weil sie eigentlich ein sehr geliebtes Kind ist und unser ganzer Stolz ist! Wie soll ich mich verhalten? Was soll ich ändern? Hört das irgendwann einmal auf? Ich würde so gern ganz entspannt zu Familien Feiern oder anderen Aktivitäten gehen mit der Gewissheit das mein Kind sich so halbwegs sozial korrekt verhält ! Lg sab

      • Veröffentlicht von Vera am 30.05.2018 um 18:40

        Liebe Sabrina – ich kann dich gut verstehen und ich denke, viele andere Mamas, deren Kind gerade durch so eine Phase geht, sicher auch.
        Wichtig ist, dass du immer wieder bewusst den Fokus aufs Positive richtest und auf die Situationen, die gut verlaufen! Das Lachen ist eher ein Verlegenheitslachen, oft auch ein Angebot im Sinne von „sind wir wieder gut?“ – das interpretieren wir Erwachsenen oft fälschlich als Frechheit. Warum sie ein anderes Kind haut, kann sie dir noch nicht sagen (dazu gibt es auch schn einen Artikel: Warum die Frage nach dem Warum bei Kindern sinnlos ist), vielleicht kannst du, wenn du die Situation vorher verfolgt hast, eine Erklärung anbieten wie z.B.: „Stopp, es wird nicht gehaut. Bist du gerade sauer, weil du das Spielzeug haben möchtest?“ So kannst du deiner Tochter helfen, für sie noch diffuse starke Gefühle in Worte zu fassen und dann nach einer anderen Lösung als Hauen zu suchen. Und – sei dir ganz sicher, du bist eine tolle Mama! Alles Liebe, Vera

    9. Veröffentlicht von Ana am 25.07.2018 um 09:41

      Hallo.
      Ich bin auh verzweifelt, denn meine Tochter 5 haut und stößt ständig andere im Kindergarten. Es hat damit begonnen dass sie ständig gehaut worden ist monatelang und es war keine Besserung in Sicht, da sie auch nicht immer zur Erzieherin gegangen ist. Nun hat sie begonnne sich zu wehren, aber meist haut sie dann auch undschuldige Kinder die mit der Situation nichts zu tun hatten, weil diese einfach in der Nähe sind. Außerdem möchte sie in letzter Zeit such viel mehr alleine oder nur mit wenigen Kindern spielen. Sowohl zuhause als auch Unterwegs (Spielplatz, Schwimmbac, usw.) ist sie meistens ein sehr ruhiges und braves Kind, welches auch nicht ohne Grund haut oder stößt, sage ihr aber trotzdem immer sie soll nicht zurück hauen oder zurück stoßen, sonder sagen Stopp, hör auf, oder das möchte ich nicht.. oder eben zu mir zu kommen ( und im Kg zur Erzieherin). Manchmal klappt das auch, aber zur Erzieherin geht sie nicht immer und wenn sich anderen Kinder beschweren bekommt sie, dann Ärger, aber sie sagt dann auch nicht das das andere Kind zuerst gehaut hat. Deswegen wird meistens nur auf sie geschimpft, wenn die Situation beobachtet wurde, was nicht oft vorkommt. Dann wird mit beiden geredet. Sie wird meist von denselben Kindern geärgert, ausgelacht und gehaut. Gesprochen habe ich schon öfter mit den Erzieherinnen und mit meiner Tochter, doch es wird im Kindergarten immer schlimmer, da ich fast jeden Tag zu hören bekomme: sie hat wieder andere kinder gehaut oder gestoßen. Wenn ich sie darauf anspreche meint sie, die haben sie zuerst gehaut und sie ist aber stärker und niemand darf sie hauen, und dass sie dann auch auf die anderen Kinder böse ist.
      Was soll ich jetzt machen. Einen Kindergartenwechsel ziehe ich auch in Erwähnung, da sie ständig jammert und nicht in den Kindergarten möchte, sie möchte lieber zum Arzt weil sie meint krank zu sein (Halsweh, Fußschmerzen, Kopfschmerzen).
      LG, Ana

      • Veröffentlicht von Vera am 26.07.2018 um 18:42

        Liebe Ana – es ist oft so, dass sich Kinder zu Hause ganz anders verhalten als im Kindergarten (oder wo auch immer!), weil dort alles anders ist. Vielleicht bereiten ihr die vielen Kinder dort oder auch der Lärmpegel Streß? Und es scheint sich schon im Kindergarten eine Art Teufelskreis eingespielt zu haben, der von außen schwer zu durchbrechen ist. Ich glaube, dein Bauchgefühl in Richtung Kindergartenwechsel ist da ein guter Wegweiser! Alles Liebe für dich und deine Tochter, Vera

    10. Veröffentlicht von Isa am 03.03.2019 um 19:43

      Hallo, ich bin sehr schockiert und traurig. Mein Sohn 22 Monate haut und schubst andere Kinder in der Krippe. Vorallem auf ein Mädchen(17monate) hat er es abgesehen. Sie würde einen Monat nach ihm in der Gruppe eingewöhnt. Von zu Hause bzw im Freundeskreis kennen wir solche Extreme nicht. Er versucht sich zwar bei uns als Eltern stark zu testen, kneift auch mal und ab und zu haut er. Aber sowie in der Krippe nicht. Es wurde jetzt sogar in dem Gespräch über die Eingewöhnung erwähnt.
      Ich bin völlig verunsichert, er erzählt sogar „Anna hauen“ zu Hause. Immer und immer wieder.
      Er ist richtig darauf fixiert. Wie gesagt von Kindern aus unserem Bekanntenkreis ist noch nie. Sowas vorgekommen, da ist er immer hochaktiv. Spielt lacht, macht Quatsch mit denen. Auch. Mit den gleichaltrigen. Hast du einen Tipp für mich?!!!

    11. Veröffentlicht von Heike Blüher am 30.03.2020 um 21:43

      Hallo Vera,
      eines meiner Kinder aus der Krippe beißt sich und anderen und reißt sich und anderen Kinder Haare aus. Er ist 3 Jahre alt, vor 8 Monaten begann es. Er beißt oft die jüngeren Kinder, in unbeobachteten Momenten. Weshalb werden Kinder autoaggressiv?
      Dank für Ihre Antwort.
      Freundliche Grüße
      Heike Blüher

    12. Veröffentlicht von Stella am 07.07.2020 um 09:23

      Hallo Vera, schön zu lesen, dass man mit dieser Situation nicht alleine ist. Wir versuchen unserem Kleinen (16 Monate) dann immer zu zeigen, dass er streicheln statt hauen kann und machen dabei „ei“. Das versteht er schon, denn wenn wir „nein, nicht hauen“ sagen, kommt von ihm schon automatisch das „ei machen“. Ich frage mich nur, wie lange das noch dauert, dass er nicht mehr grob ist.

    13. Veröffentlicht von Sarina am 27.09.2020 um 18:25

      Hallo Vera, sehr schöner Artikel 🙂 in vielen Dingen finden wir uns auch wieder. Bei uns half zudem wenn unsere Tochter geschlagen hat, sich ganz auf das andere Kind zu konzentrieren, wenn man das so ausdrücken kann. Unsere Tochter schaute dann so verdutzt und für sie war die Situation so unangenehm das sie es nach einiger Zeit selbst einstellte. Trotz alledem wurde sie von uns ermahnt und wir haben ihr immer wieder gesagt das sie dem anderen Kind weh getan hat. Das half uns und ihr sehr und sie stelle das Ganze von Zeit zu Zeit selber ein.

    14. Veröffentlicht von Madeline am 22.05.2021 um 18:43

      Hallo, mein Sohn ist 16 Monate alt und hat seit einigen Wochen die Angewohnheit nicht nur bei mir Haare zu ziehen sondern auch bei anderen Kinder. Auf Spielplätzen oder krabbeltreffen bin ich schon so auf Trapper das ich die ganze Zeit Angst habe es passiert wieder. So schnell kann ich manchmal gar nicht schauen. Auch beißen und kam schon vor, richtig arg sogar, als er ein Kind umarmen wollte hat er dabei zugebissen. Wie soll ich am besten reagieren wenn er bei anderen Kindern solche Dinge tut?

    15. Veröffentlicht von Fischer am 12.02.2022 um 16:25

      Hallo! Ein sehr interessanter Artikel. Allerdings ist mein Kind schon 5Jahre. Er spricht sehr schlecht und man versteht ihn auch nicht. Kindergartenkinder auch nicht. Aus Frust oder Angst schreit er oder brüllt. Schmeißt Stühle, Spielsachen und Kuscheltier. Er läßt sich schwer beruhigen. Neuerdings beißt er mich, wenn ich ihn halte, damit er sich beruhigt.

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