Gesundheit fördern durch Körperreinigung

aloe-vera-pflanzeEntgiften – Entschlacken – Entsäuern

Regelmäßig geistern diese Schlagworte durch die Medien, gerne durch sogenannte Frauenzeitschriften, oft verbunden mit Vorschlägen zu Fastenkuren oder neudeutsch Detox-Programmen.

Was steckt wirklich dahinter, brauchen wir das und woher kommen eigentlich all die „Gifte“ in unseren Körper?

Woher kommen die Gifte?

Zuallererst gibt es tatsächlich handfestes Gift, das von außen kommt – auf Obst und Gemüse sind oft Rückstände von Spritzmitteln, die sich auch durch sorgfältiges Waschen nicht vollständig entfernen lassen.

Das Putzmittel hinterlässt einen feinen Film auf dem Boden, auf dem man barfuß läuft oder das Baby herumkrabbelt. Wir atmen die Abgase der vorbeifahrenden Autos ein und Cadmium, wenn jemand in unserer Nähe raucht.

Impfungen und Medikamente enthalten oft Schwermetalle oder Aluminium als Bindemittel, von diversen Farb- und Konservierungsstoffen in industriell gefertigten Lebensmitteln ganz zu schweigen.

Aber auch unser Körper produziert seine eigenen Gift- oder eher Abfallstoffe. Immer wenn eine Zelle Nahrung verbrennt, entstehen Reste – wenn du schon mal Lagerfeuer gemacht hast, kennst du das: das Holz verbrennt, die Asche bleibt über.

Unsere Zellen „verstoffwechseln“ nun manche Lebensmittel, die basische Reste hinterlassen (das wären Obst und Gemüse) und andere, die mit sauren Abfallstoffen aufwarten (Weißmehl, Zucker, Fleisch, Kaffee, …).

Ist beides im Gleichgewicht, heben sich die Reste auf – sehr fein!

Bei den meisten Mitteleuropäern aber ist wohl zweiteres in der Mehrheit, dann sprechen Naturheilkundler von Übersäuerung (im schulmedizinischen Wording ist Übersäuerung etwas völlig anderes, nämlich das Entgleisen des Säurewertes im Blut und damit ein echter Notfall!)

Was macht unser Körper mit Giften und überschüssigen Säuren?

Unser Körper ist dem aber nicht hilflos ausgeliefert, wir haben einige Organe, die sich aktiv um die Entgiftung kümmern – in erster Linie Leber, Niere und Haut. Ja, richtig gelesen, die Haut ist unser größtes Aufnahme- und Ausscheideorgan.

Wie viel und wie leicht etwas über die Haut aufgenommen wird, kannst du leicht überprüfen, indem di eine aufgeschnittene Knoblauchzehe an deiner Ferse reibst – es dauert circa fünf Minuten, bis du den Knoblauchgeschmack im Mund spürst!

Die Leber hat neben ihrer Entgiftungsfunktion auch noch Aufgaben rund um den Stoffwechsel zu erledigen und muss Gallensaft produzieren. Um der Entgiftung nachkommen zu können braucht sie einerseits Zeit sowie eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) – dabei kann es natürlich eng werden, wenn wir zum Beispiel zu viel und zu oft essen und so die Leber ständig mit dem Stoffwechsel beschäftigt ist oder wir zu wenig Vitamine, etc. zu uns nehmen.

Dann macht die Leber – plakativ gesprochen – das, was wir zu Hause auch mit zu viel Arbeit machen. Erst einmal beiseitelegen – ich kümmere mich darum, wenn wieder mehr Zeit ist!

Ein beliebtes Lager ist zuerst unser Bindegewebe – meine Damen, das kennen wir auch als Cellulite!

Im Bindegewebe schwimmen auch die Fettzellen, an die sich besonders gerne Schwermetalle anlagern. Ich erlebe in der Praxis immer wieder sehr dünne Frauen, die mit einzelnen Fettpölsterchen kämpfen, die einfach nicht wegzukriegen sind – das sind ganz einfach Giftmülldeponien, die kann der Körper nicht hergeben, solange sich die Leber nicht darum kümmern kann!

Ist das Bindegewebe voll, kommen dann die Sehnen, Gelenke und Muskelansätze dran – erst ganz zum Schluss die lebenswichtigen Organe.

Gesundheit und Überleben geht für unseren Körper immer vor Schönheit!

Woran kann ich erkennen, dass ich meinen Körper von innen reinigen sollte?

Anzeichen einer toxischen Überbelastung zeigen sich gerne in

  • Müdigkeit
  • ständiger Erschöpfung
  • fahler Haut
  • glanzlosen Haare oder Haarausfall
  • brüchigen Fingernägeln
  • schwarzen Ringen unter den Augen
  • Kopfschmerzen
  • juckender Haut
  • Verdauungsproblemen …

Insgesamt also anfangs keine „richtigen“ Krankheiten, sondern das was wir eher als Befindlichkeitsstörung bezeichnen, die jedoch das Leben durchaus schwer machen können.

Entgiftungsstrategien für deinen Alltag

1. Gönne deinem Körper eine Auszeit!

Ich persönlich schätze vor allem das Gel der Aloe Vera*, einer seit Jahrtausenden bekannten Heilpflanze, die bei uns eher als Hautpflegemittel bekannt ist.

Wenige wissen, dass man das Gel auch trinken kann – es enthält noch mehr Enzyme als Zitronensaft und als Gemüsesaft auch einen umfangreichen Mix an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Ballaststoffen und ist damit zum Reinigen hervorragend geeignet.

Probier es einfach aus – entweder nur das Gel über einen Zeitraum vom drei Monaten trinken oder vielleicht gleich das 9-Tage-Programm Clean9**? Lies hier auch meinen Erfahrungsbericht Clean9 – der Frühjahrsputz für den Körper, ein Erfahrungsbericht

2. Vermeide Gifte in allem, was du zu dir nimmst

Natürlich macht es auch Sinn zu überprüfen, wo man Gifte von außen einsparen kann.

Beginnen wir bei der Ernährung: jedes Fertiggericht, das du vermeidest und durch etwas Frisches ersetzen kannst, ist ein Gewinn! Du ersparst deiner Leber, sich um Farb- und Konservierungsstoffe kümmern zu müssen.

Achte wo möglich auf Bioqualität – nicht, weil es mehr Vitamine enthalten würde als konventionell angebautes Gemüse, sondern weil schlicht und ergreifend weniger Spritzmittel darauf sind.

Aber – erinnere dich, die Haut ist unser größtes Aufnahme- und Ausscheideorgan – schau auch mal die Inhaltslisten deiner Hautpflegemittel an, auch da lässt sich einiges vermeiden.

So enthalten zum Beispiel viele handelsübliche Deos Aluminium, weil es einfach wirksam ist und zwar indem es die Poren quasi „verschweißt“ und so kaum noch Schweißfluss möglich ist.

ABER – mit dem Schweiß werden auch Giftstoffe ausgeschieden und das wollen wir ja! Ok, wir wollen nicht unangenehm riechen, doch das können wir mit aluminiumfreien Deos* auch erreichen.

Ebenfalls nicht sparen sollte man bei dekorativer Kosmetik, immerhin liegt Makeup, Lidschatten & Co viele Stunden auf unserer Haut. Gerade Billigprodukte enthalten mitunter bedenkliche Inhaltsstoffe.

3. Stichwort Putzmittel

auch hier ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe gefragt und ob es biologisch abbaubar ist! Und auch die Frage sei gestellt, ob es wirklich überall der chemische Hammer sein muss, oder vielleicht an manchen Orten klassische Schmierseife, Essig oder auch ein gutes Mikrofasertuch reichen.

Ich empfehle für alles, wo es Putzmittel braucht den MPD-Reiniger*

Du siehst – schon mit ein paar sehr einfachen Strategien kannst du deinen Körper unterstützen, ich wünsche dir alles Gute bei deiner persönlichen Entgiftung des Alltags! Wenn du noch Fragen hast, ich berate dich gerne!

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