Von Drachenfrau und Zauberbaum

Cover MärchenbuchHerzlichen Dank an den Tyrolia Verlag, der mir das wunderbare Buch zum Vorstellen für den Blog und sogar noch ein weiteres Exemplar für meine Leserinnen zum Gewinnen zur Verfügung gestellt hat!

Von Drachenfrau und Zauberbaum

Wusstest du, dass Märchen erzählen vor 10 Jahren sogar ins Immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde?
Das ist dem hauptberuflichen Märchenerzähler Helmut Wittmann zu verdanken, der auch der Autor dieses Buches ist.

Ich habe Helmut Wittmann schon live Geschichten erzählen gehört - "Gschichten vazöhn" besser gesagt, weil ganz wunderschön im Dialekt!

Erzählen hat ja noch einmal eine ganz besondere Qualität, aber auch beim Lesen findest du bei diesem Märchenschatz aus ganz Österreich wunderbare Geschichten, die von Anna Vidyaykina zauberhaft illustriert werden. Manche eignen sich als Gute-Nacht-Geschichte, wieder andere um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mein Favorit aus diesen 48 Märchen ist "Die Wette" - erinnert erst stark an "Hans im Glück" und hat dann ein super-überraschendes, man mag fast sagen typisch österreichisches Ende :-)

Hier findest du noch mehr Infos und sogar Leseproben.

Verlosung – deine Gewinnchance

Wenn du das Buch gewinnen möchtest, dann schreib einfach ganz kurz in die Kommentare, was dir daran besonders gefallen würde oder warum gerade du das Buch gewinnen möchtest. (Die Kommentare werden von mir händisch freigeschalten, deshalb kann es etwas dauern, bis sie sichtbar sind, falls ich gerade nicht online bin!)

Die Verlosung läuft bis Sonntag 07.09.2020 um Mitternacht, die Gewinnerin wird dann am folgenden Montag verständigt.

Ich wünsche dir viel Glück!

Kinder Entscheidungen treffen lassen: was dürfen Kinder ab wann entscheiden

„Magst du Apfel oder Schokolade?“

„Schokolade!!!!“

„Na, aber zuerst musst du den Apfel essen.“

Diesen Dialog zwischen einer Mama und ihrem Dreijährigen habe ich tatsächlich so im Originalton vor einigen Jahren auf einem Spielplatz mitgehört.
Wenn man das hier so liest, ist es wahrscheinlich jeder Mama klar, dass das leider vollkommener Blödsinn ist. In der Situation selbst wollte diese Mutter aber bestimmt nur das Beste für ihr Kind.

Leider kamen da zwei „beste Dinge“ durcheinander.

Offenbar war hier einerseits im Hinterkopf die Empfehlung „Lass dein Kind selbst entscheiden“, andererseits „Obst ist gesünder als Naschereien“ – beide Gedankengänge sind per se nicht unrichtig, aber mit einigen Hürden in der Umsetzung versehen!

Ab wann Kinder selbst Entscheidungen treffen können, sollen und dürfen


Über Kinder und Naschen habe ich schon öfter geschrieben, hier soll es jetzt um Entscheidungen gehen:

  • Was du bedenken solltest, bevor du deinem Kind eine Entscheidung überlässt
  • Ob man „sich entscheiden können“ überhaupt lernen muss
  • Warum Kinder manchmal aggressiv reagieren, wenn man sie etwas entscheiden lässt
  • Wie du Entscheidungen kinderadäquat gestalten kannst

Kurzer Blick zurück zum Eingangsdialog – was nehmen wir daraus mit für unseren Alltag?

Überlass deinem Kind nur dann eine Entscheidung, wenn du mit jedem möglichen Ausgang leben kannst!
Ja, es ist schon richtig, dass es Übung braucht im Entscheidungen treffen und dass es gut ist, wenn Kinder das eine oder andere auch selbst entscheiden dürfen.

Doch da gibt es im Vorfeld einiges zu bedenken, bevor wir dem Kind eine Entscheidung überlassen.

Das Alter des Kindes

Je jünger, desto ungeübter – aber vielleicht auch spontaner!
Mit zunehmendem Alter kommen immer mehr Überlegungen über die möglichen Folgen dazu, was die Entscheidung auch schwerer machen kann. Bedenke, für einen Dreijährigen ist die Entscheidung, ob er Apfel- oder Orangensaft trinken mag ungefähr genauso schwer wie für dich zum Beispiel, ob du den neuen Job annehmen sollst oder im Alten bleibst.

Eine Entscheidung FÜR etwas bedeutet immer auch gleichzeitig die Entscheidung GEGEN etwas anderes!
Im Teenageralter nehmen die Überlegungen über die Folgen einer Entscheidung übrigens für ein paar Jahre wieder dramatisch ab, das liegt an der Hirnentwicklung!

Die Tageszeit und die Situation

Ein ausgeschlafenes, sattes Kind im Vollbesitz seiner Ressourcen kann leichter eine Entscheidung treffen als ein müdes hungriges direkt vor dem Abendessen. Das gilt auch für ein und dasselbe Kind!
Was heute geht, kann morgen schiefgehen ...

Das Temperament des Kindes

Es gibt spontane Menschen, die gerne Dinge ausprobieren.
Es gibt Skeptiker, die lieber ein paar Atemzüge länger überlegen und sich Zeit lassen.
Und es gibt die ganz Zögerlichen, die gerade zu Angst vor einer Entscheidung entwickeln können und deshalb schon mal Hilfe dabei brauchen.

Solche Eigenschaften sind angeboren, sie lassen sich auch nicht „wegerziehen“! Hier helfen Akzeptanz seitens der Eltern und sukzessive die Lernerfahrungen bei immer wiederkehrenden Entscheidungen.

Die Tragweite der Entscheidung

Diesen Punkt musst vor allem du als Elternteil für dein noch junges Kund überdenken und im Auge behalten: Wie weit beeinflusst diese Entscheidung das Leben meines Kindes? Nur die nächsten paar Minuten? Unsere Nachtruhe? Oder gleich die nächsten Jahre?

Dazu passt als Beispiel ganz gut die Geschichte, inwieweit ich meine Kinder bei der Schulwahl habe mitentscheiden lassen und welche Gedanken ich mir bei welcher Schulstufe dazu gemacht habe:

Die Auswahl der Volksschule haben ausschließlich wir als Eltern getroffen! Ganz einfach auch, weil die Schule unser Nachbarhaus ist und wir von anderen Familien schon ganz viele positive Erfahrungsberichte hatten. Zudem gab es in dieser Schule neben den „normalen“ Schulklassen auch zwei Mehrstufenklassen, in denen Kinder aus vier Schulstufen parallel unterrichtet werden. Dieses Modell fand und finde ich noch immer ganz großartig, weil hier im sozialen Zusammenleben unglaublich viel – und damit meine ich nicht den Schulstoff! - gelernt wird.

Für die Sekundarstufe haben wir als Eltern drei Schulen ausgesucht und gemeinsam mit den Kindern angeschaut. Aus dieser Vorauswahl haben sie dann ihre eigenen Entscheidungen getroffen. Mit vier Jahren Erfahrung und einer Idee, was täglich zur Schule gehen bedeutet (eine Erfahrung, die Kindergartenkinder noch nicht haben!), habe ich ihnen das auch zugetraut.

Ehrlich gesagt, war ich bei den getroffenen Entscheidungen beider Kinder erstmal skeptisch, sie haben sich jedoch beide Male als perfekt erwiesen!

Für die Oberstufe haben wir als Eltern eigentlich nur noch die Rolle als Berater eingenommen und uns gemeinsam mit den Kindern informiert, welche Schulen und Möglichkeiten es gibt. Es war mir vor allem wichtig, dass sie nicht an der AHS bleiben, bloß weil sie keine Alternativen kennen – hier haben wir sie aber ohne jede elterliche Vorauswahl oder Mitbestimung entscheiden lassen. Es wurde übrigens bei beiden eine berufsbildende Schule 😊

Müssen Kinder sich entscheiden können lernen?

Ja, aber wir müssen als Eltern nicht mit Hochdruck daran arbeiten und es üben wie ein Schulfach. Ein „Oje, heute haben wir ja noch gar nicht Entscheidungen treffen geübt!“ ist völlig unangebracht.

Bedenke: schon ein Baby dreht selbstständig seinen Kopf zur Seite, wenn ihm der Augenkontakt zu viel wird!
Das können wir natürlich noch nicht „eine wohlüberlegte Entscheidung“ nennen, aber das macht das Baby ganz alleine. Darauf können wir vetrauen!

Im Prinzip besteht ja ein Tagesablauf – selbst bei einem Kind - aus jeder Menge Entscheidungen:
  • „Greife ich zum Ball oder zum Beißring?“
  • „Nehme ich zuerst die Erdbeere oder die Heidelbeere?“
  • „Finde ich das gut oder schlecht, dass ich das Schokokeksi nicht vor dem Essen haben darf?“

Als Erwachsene treffen wir viele Entscheidungen unbewusst. Da stecken mehr oder weniger langjährige Lernerfahrungen dahinter. Stell dir vor, du müsstest bei jeder roten Ampel nachdenken und bewusst entscheiden, was du jetzt zu tun hast!
Oder jedes Mal beim Anziehen: „Strecke ich zuerst den linken Arm in den Pulloverärmel oder den rechten?“

Das wäre furchtbar anstrengend, oder!

Kinder müssen üben und Informationen sammeln, um sukzessive mehr Entscheidungen auch unbewusst treffen zu können – Gewohnheiten und Rituale  können uns helfen Entscheidungen „zu sparen“, aber bis Kinder diese entwickelt und verinnerlicht haben, dauert es.

Und deshalb reagieren sie auch manchmal verwirrt oder auch aggressiv, wenn man sie etwas entscheiden lässt. Die Eltern stehen dann ratlos daneben und können sich nicht erklären, was da gerade los ist?
Die Eltern meinen, dem Kind etwas Gutes getan zu haben, weil es ja selbst entscheiden darf und dann erntet man dafür den Mega-Trotzanfall. So zeigt sich aber einfach, dass das Kind mit dieser Entscheidung in diesem Moment überfordert ist!

Geht übrigens auch immer wieder Erwachsenen so – manche entwickeln sogar eine regelrechte Angst vor Entscheidungen.

Wie du deinem Kind bei Entscheidungen helfen kannst

Halten wir nochmal fest:

Du bist als Erwachsene in der Pflicht zu entscheiden, ob und welche Entscheidungen du deinem Kind überlassen kannst!
Dabei bist du auch gefordert, die jeweilige Situation gut einzuschätzen – manchmal muss man Entscheidungsmöglichkeiten bewusst aufmachen, manchmal wollen dieselben eingeschränkt werden.


Fall 1: Entscheidungen „öffnen“ – über Alternativen nachdenken

Für Kinder (aber auch für Erwachsene!) ist es oft wie eine Blockade, wenn es bei einer Entscheidung nur zwei Möglichkeiten gibt, es nur um Ja oder Nein geht – soll ich das jetzt machen oder nicht?
Gerade, wenn dann beide Alternative jetzt nicht auf megagroße Zustimmung stoßen, ist der Gedanke hilfreich: was ist sonst noch möglich?

Bedenke bei einer Entscheidung zwischen A und B, dass es noch mehr als 20 weitere Buchstaben gibt!

Fall 2: Entscheidungen mit elterlicher Vorauswahl versus globale Entscheidungen

„Was magst du zum Abendessen haben?“
Das ist eine sehr globale Frage, die viel Nachdenken erfordert und zu Stress führen kann. Schwierig eine Entscheidung zu treffen! Und vermutlich ist dann genau das nicht im Kühlschrank, was dem Kind einfällt …

Ärger vorprogrammiert bei dieser Entscheidungsfindung!

Wann jetzt das Finden von Alternativen oder das Einschränken gefragt ist, das kann ich dir leider nicht sagen – weil es eben von den oben genannten Faktoren abhängt, das musst also immer selbst entscheiden.

Was ich dir aber gerne noch mitgebe, ist das Durchdenken eines konkreten Beispiels anhand einer Frage, die mir immer wieder gestellt wird:

Darf mein Kind entscheiden, was es in der Früh anzieht?

Gerne kommt die Frage auch in der Variation: darf ich mein Kind entscheiden lassen, was es anziehen mag?

Das klingt jetzt aufs Erste nach einer Entscheidungsfrage, die als Antwort nach einem Ja oder Nein verlangt – ja, wenn das Leben so einfach wäre, gäbe es diesen Blog nicht 😊

Machen wir uns auf die Suche nach der Ursache der elterlichen Frage:

Möchte das Kind gerne selbst entscheiden? Wenn ja, worum könnte es dem Kind dabei gehen? Hat es ein spezielles „modisches Gespür“(gerade eine spezielle Lieblingsfarbe oder möchte es dasselbe T-Shirt wie der Kindergartenfreund anziehen) oder liegt es an der Strumpfhose, die so komisch kratzt, geht es also eher um den Tragekomfort? Oder ist es eher der Wunsch nach Selbstbestimmung?

Oder ist es eher der elterliche Wunsch, weil gedacht wird, das muss das Kind jetzt schon selbstständig können?
Welche Ängste der Eltern stecken bei dieser Frage dahinter? Die Angst, dass das Kind im Kindergarten ausgelacht wird, wenn die Farbkombination zu abenteuerlich ist oder die vor einer Verkühlung, wenn das gewählte Outfit nicht der Witterung entspricht?

Erst nach solchen vorausgehenden Überlegungen können wir die praktische Umsetzung durchdenken – welche Varianten (außer ja, das Kind entscheidet oder nein, es darf nicht!) haben wir noch:

  • Die vollkommen selbstständige Auswahl – eignet sich für Kinder, die gerne entscheiden und Eltern, die ausreichend starke Nerven haben, kann ja auch mal stressfrei am Wochenende ausprobiert werden.
  • Die Auswahl aus dem vorbereiteten Kleiderschrank – dh. im Schrank sind nur der Jahreszeit und der Witterung entsprechende Kleidungsstücke, aus diesen darf frei gewählt werden
  • Die Auswahl am Vorabend – eignet sich für Kinder, die oft länger für Entscheidungen brauchen, spart Zeit und Stress bei der Morgenroutine 
Natürlich kann hier noch vieles innerhalb der Varianten probiert werden – zum Beispiel:

  • Kind wählt die Unterwäsche aus, Eltern die Oberbekleidung (vor allem für Kinder, die ein sehr „sensibles“ Hautgefühl haben)
  • Die Auswahl wird mit elterlicher Hilfestellung vorgenommen
  • Kombination mit Wetterbeobachtung -  am Vorabend wird der Wetterbericht für morgen besprochen und welche Kleidung vom Wärmeaspekt dann wohl passend wäre, hier findest du eine Bastelvorlage für ein Wetterrad
  • An Wochentagen gilt etwas anderes als am Wochenende
Du siehst, so kann man aus einer scheinbar einfachen Ja/Nein-Entscheidung durch Aufmachen, Variieren oder Einschränken der Möglichkeiten eine ganz individuelle Lösung finden!

Wie kann ich als Mama zwei Kindern gerecht werden

Wenn ein zweites Kind unterwegs ist, tauchen in vielen Müttern Zweifel auf.

  • Wie schafft man den Alltag mit zwei Kindern?
  • Wie bringt man die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse beider Kinder unter einen Hut?
  • Angst, den Kindern nicht gerecht zu werden
  • Kann man ein zweites Kind wirklich genauso lieben wie das erste?

Für letztere Frage schämen sich viele Mütter sogar, dabei finde ich sie völlig logisch und normal.

Ein erstes Baby ist etwas ganz Besonderes. Mit Sicherheit ist das erste eigene Baby das schönste, das tollste Baby und überhaupt … da liegt die Frage nahe!

Aber ich versichere dir, man kann zwei schönste, tollste und überhaupt Babys haben ;-) das war jedenfalls meine ganz persönliche Erfahrung bei meinen beiden. Bei Babys sind zwei Superlative nebeneinander möglich!

Ich bin sicher, dass Mamas alle Kinder gleich liebhaben.

Aber manchmal wird es Zeiten geben, in denen das eine Kinde eine schwierige Entwicklungshase durchläuft und das andere sich gerade pflegeleicht verhält. Und da kommt man vielleicht mit dem einen etwas einfacher durch den Alltag als mit dem anderen. Aber die Liebe für beide wird immer da und unendlich groß sein!

Wie aber werden wir den Kids im Alltag gerecht?

Dazu gleich ein kleines Mantra:

Gerecht behandeln heißt nicht gleich behandeln!

Es ist unmöglich, Geschwisterkinder völlig gleich zu behandeln.

Das Zweitgeborene findet bereits bei der Geburt eine andere Familiensituation vor als das Erstgeborene. Es kommt in eine Familie, in der die Eltern schon Erfahrung mit einem Baby haben und in der es eben auch schon ein Geschwisterkind gibt.

Das zweite Kind mag zwar genetisch von den beiden gleichen Menschen abstammen, aber die Gene haben sich wieder vollkommen anders durchgemischt. Viele Eltern sind überrascht, wie unterschiedlich Geschwisterkinder sich entwickeln und verhalten können, obwohl die Kinder „ja eigentlich gleich aufwachsen und behandelt werden“.

Ich wünschte, ich könnte dir jetzt eine kurze Anleitung geben und du würdest dein zukünftiges Leben als Mama so verbringen:

entspannt zwei Kindern gerecht werden
Leider ist es nicht so einfach – also sei nicht frustriert, wenn der Alltag mit zwei oder mehreren Kindern so aussieht …

strudeln beim Kindern gerecht werden

Tja, nochmal zuück: Gleichbehandlung gibt es nicht!

Und sie würde auch nicht funktionieren, vor allem, sie würde auch von den Kindern nicht als gerecht empfunden werden. Über Gerechtigkeit unter Geschwistern gibt es übrigens einen eigenen Artikel hier am Blog - Geschwister und ihre spezielle Sicht von Gerechtigkeit

Sehen wir uns nun unterschiedliche Bereiche an, wie es im Alltag möglich sein kann, Kindern individuell gerecht zu werden.

Zwei Kindern in Sachen Aufmerksamkeit gerecht werden

Ein Erstgeborenes steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Für ein Neugeborenes ist das auch nötig, es ist ja vollkommen abhängig von der Betreuung seiner Bezugspersonen.

Vieles von dieser Aufmerksamkeit wirst natürlich du als Mama deinem Baby gegeben haben – und jetzt ist die Angst da, wie schaff ich das beim zweiten?

Bei der Versorgung sind natürlich wieder vorrangig die erwachsenen Betreuer gefragt, wenn es aber um die Aufmerksamkeit beim Spielen und Beschäftigen mit dem zweiten Baby geht, wirst du in deinem Erstgeborenen eine große Hilfe finden!

Für Babys sind ältere Geschwister oft die großen Stars. Ehrlich gesagt, war ich ein wenig enttäuscht, dass meine zweite Tochter ihr erstes Lächeln ihrer großen Schwester geschenkt hat und nicht mir ...

Auch wenn die Kinder älter werden, geben sie sich gegenseitig viel Aufmerksamkeit und sind nicht ausschließlich auf die deine angewiesen. Diese Aufmerksamkeit geben sich die Kids gerne in Form von Streit – achte hier drauf, dass du dich nicht beim Geschwisterstreit in die Schiedsrichterposition drängen lässt.

Zwei Kindern in Sachen Zeit gerecht werden

Ja, die Zeit wird tatsächlich nicht mehr!
Der Aufwand im Haushalt und in der Kinderbetreuung aber schon.

Da gibt es nur eines – Hilfe suchen und falls sie jemand anbietet, die Hilfe auch annehmen.

„Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen“ - dieses afrikanische Sprichwort gilt umso mehr, je mehr Kinder es in der Familie gibt.

Viele Mamas tappen hier in die Falle, glauben, sie müssten alles alleine hinkriegen und lehnen aus falsch verstandenem Stolz oder aus Angst, Schwäche und Überforderung zu zeigen, Hilfe ab.

Beispiel: Wenn der Babybesuch statt Blumen einen Kuchen mitbringt, ist das eine wunderbare Hilfe und Entlastung. Im Wochenbett brauchst du nicht die Super-Gastgeberin sein. Besucher, die selber Kinder haben, kommen vielleicht von alleine auf diese Idee. Anderen wirst du es klipp und klar vorher sagen müssen!

Das ist kein Eingeständnis, des Versagens in hausfraulichen Pflichten, sondern Vorsorge dir selbst gegenüber! Und es wird dir etwas Zeit freischaufeln, die du ein ander Mal dann gerne unbeschwert mit Kuchen backen mit deinen Kindern verbringen kannst.

Zwei Kinden in Sachen Bedürfnisse und Interessen gerecht werden

Hier wird klar, warum das mit der Gleichbehandlung von Geschwisterkindern nicht funktioniert.
Kinder sind Individuen und haben eben unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen.

Das fängt beim Alter an. Wenn du ein Baby und einen Fünfjährigen hast, kannst du nicht das Baby auch in den Fußballkurs stecken.

Und wenn du jetzt die Idee hast, die Gleichbehandlung um fünf Jahre zu verschieben - vielleicht interessiert sich das Zweitgeborene mit fünf dann überhaupt nicht für Fußball und wäre in einem solchen Verein höchst unglücklich.

Deshalb ist es wichtig sich immer die Individualität seiner Kinder vor Augen zu halten und dazu habe ich dir eine kleine Übung mitgebracht.

Wenn du schon mehrere Kinder hast, bitte für jedes Kind einzeln machen.

Übung: Wie würde der Steckbrief Deines Kindes aussehen?

Schritt 1:

Erstelle einen Steckbrief, indem du dein Kind beschreibst – seine Eigenschaft, seine Verhaltensweisen, seine Fähigkeiten …

Notiere deine Antworten auf einem Zettel.


Schritt 2:

Schau dir dann an, was du aufgeschrieben hast und überlege, wie es dir mit diesen Eigenschaften und Bedürfnissen deines Kindes geht.

Bewertest du sie eher positiv oder negativ?

Du hast zum Beispiel aufgeschrieben, dass dein Kind schüchtern reagiert, wenn es auf andere Kinder am Spielplatz trifft. Die Frage an dich lautet nun: wie findest du das mit der Schüchternheit?

Gut, weil du selber auch eher schüchtern bist und die Vorstellung, dass dein Kind am Spielplatz andere Kinder anspricht und du dann nicht wüsstest, wie du auf einen Streit reagieren solltest, dir Angst macht?

oder

Schlecht, weil in deinem Hirn die Angst auftaucht, dass sich dein Kind dann im Kindergarten viel schwerer tun wird, Freunde zu finden?


Schritt 3:

Sieh dir nun noch einmal genauer die Dinge an, die du eher negativ bewertet hast.

Überlege dir, in welchen Situationen könnte diese Eigenschaft hilfreich sein?

Beim obigen Beispiel könnte das zum Beispiel sein, dass das Kind zwar vielleicht weniger leicht Kontakt und Anschluss zu anderen findet, aber auch weniger wahrscheinlich mit Fremden mitgeht, weil seine Schüchternheit es schützt.
So relativiert sich die anfänglich nur negative Sicht!

Schritt 4:

Bitte auch andere, die dein Kind gut kennen, diese Übung zu machen. Das kann dein Partner sein, die Oma, der Onkel oder auch die Kindergartenpädagogin ...

Und dann besprich mit dieser Person deren Erkenntnisse. Du wirst sehen, dass andere teilweise ein anderes Bild von deinem Kind haben.
Was wiederum deine Sichtweise von deinem Kind erweitert.

Ich mache diese Übung gerne auch mit Eltern in der Beratung und manchmal scheint es, als würden sie über zwei unterschiedliche Kinder sprechen!

Was bringt dir diese Übung?

Im stressigen Alltag nehmen wir die Entwicklung unserer Kinder oft gar nicht so genau wahr. Sie werden älter, ihre Fähigkeiten nehmen zu und die Bedürfnisse verändern sich. Schneller als dass unsere inneren Bilder tun.

Mit dieser Übung trittst du für ein paar Minuten aus deinem Alltag heraus und schärfst deinen Blick auf dein Kind. Du überdenkst deine eigenen, oft unbewussten Bewertungen. Du bekommst – in Schritt 4 – wertvolles Feedback von anderen.

Allein das ist schon sehr wertvoll.

Weiters kannst du mit diesen Erkenntnissen eure Familiengewohnheiten, den Tagesablauf und Rituale überprüfen, ob sie noch euren Bedürfnissen entsprechen oder ob Änderungen durchgeführt werden sollten, die den Kindern besser gerecht werden.

Wie siehst du das? Ich freue mich auf deine Erfahrungen mit mehreren Kindern in den Kommentaren.

Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern

Die Sorge um die Zähne begleitet uns ja durchs ganze Leben – erst die durchwachten Nächte beim Zahnen, kaum sind die Milchzähne dann endlich da, fallen schon bald die ersten wieder aus.

Was sollen Eltern bei der Zahnpflege ihrer Kinder unbedingt beachten? Ich habe hier die am öftesten in meinen Mama-Baby-Runden gestellten Fragen – und natürlich auch die Antworten – gesammelt:

Ab wann soll mit der Zahnpflege beim Baby begonnen werden?

Sobald der erste Zahn durchbricht, geht’s los!
Und jetzt hast Du noch eine tolle Chance: Die Sprache bestimmt ja bekanntlich unsere Wirklichkeit und es macht einen großen Unterschied, ob ich etwas darf oder ob ich etwas muss! Also sag bitte Deinem Baby von Anfang an, dass es Zähne putzen DARF und lass das Wort müssen weg …

Halten wir uns hier vor Augen, dass es in diesem Alter noch weniger um die Säuberung der Zähne geht, vielleicht ist ja der erste Zahn schon da, während Du noch voll stillst, sondern um die Implementierung einer Gewohnheit!

Womit sollen Babys Zähne geputzt werden?

Für die ersten Zähnchen reicht zum Putzen übrigens ein Wattestäbchen oder die Ecke einer Stoffwindel. Im Handel sind auch Baby-Zahnputzsets erhältlich – die sind auch fein, da können unsere Kleinen das „Werkzeug“ spielerisch kennen lernen und das Kauen daran lindert mitunter auch so manchen Zahnungsschmerz.

Ist das Kind schon ein bisschen älter, gibt es eine große Auswahl an Zahnbürsten. Wichtig ist, dass der Bürstenkopf relativ klein ist, damit man gut alle Backenzähne erreicht.

Zahnpasta fürs Baby - ja oder nein?

Bei der Zahnpasta reicht es, wenn Du nach dem ersten Geburtstag damit anfängst. Und es reicht eine winzige Portion und das anfangs auch einmal täglich. Vergiss die Werbung, die uns den Riesenschlenker über die ganze Länge der Bürste verkaufen will ;-)

Viele Zahnärzte empfehlen für die Kleinen die Elmex-Kinderzahnpasta. Nicht so toll finde ich die zuckersüß schmeckenden Kinderzahnpasten, die werden einfach viel zu gerne geschluckt und verspeist und dafür sind sie nicht gedacht!

Fluorid – ja oder nein?

Die nächste große Streitfrage ist das Fluorid in der Zahnpasta. Wenn Du ein wenig herumgoogelst, wirst Du die wildesten Verschwörungstheorien finden, warum geheime Mächte uns mittels Fluorid zu beherrschen suchen.
Genauso wirst Du Seiten finden, wo schon nahezu von Misshandlung gesprochen wird, wenn man Zahnpasta ohne Fluorid verwendet. Die Wahrheit liegt wohl wie immer in der Mitte!

Alle reden drüber, aber die wenigsten wissen, wozu das Fluorid eigentlich gut sein soll. Ok, es soll den Zahnschmelz härten, aber warum denn?

Wenn wir etwas essen, dann wird unser Speichel sauer und greift den Zahnschmelz an. Zahnschmelz ist das härteste Material in unserem Körper und hält einen Säuregrad bis zu etwa 5.5 aus. Essen wir jedoch Zuckerhältiges, wird der Speichel wesentlich saurer. Das heißt für uns und die Kids auch, je mehr und je öfter es Süßes gibt, umso wichtiger wird auch die Härtung des Zahnschmelzes sein …

Was Kinderzahnärzte übrigens nicht mehr empfehlen, sind die Fluoridtabletten zum Lutschen. Wenn Du die von Deinem Kinderarzt empfohlen bekommst, frag noch mal bei Deinem Zahnarzt nach!

Ich persönlich habe mich für meine Kinder übrigens auch für ein Mittelding entschieden. Wir putzen normal fluoridfrei*, verwenden aber alle 8-10 Tage das Elmex-Fluoridgel, Das bekommt man in der Apotheke und es wird wie Zahnpasta verwendet. Aber bitte erst verwenden, wenn Kinder sicher und verlässlich ausspucken können - das dauert etwa bis zum vierten/fünften Lebensjahr.

Zahnpflege bei Kindern

Ab wann muss ein Kind zum Zahnarzt gehen?

Mein Tipp: so früh wie möglich! Plane gleich deine eigenen Kontrolltermine so, dass dich jemand – zum Beispiel der Papa oder die Tante – begleitet. So lernt schon das Baby die Praxis und die Zahnärztin kennen, ohne selbst von einer Untersuchung „betroffen“ zu sein.

Im besten Fall will es nach einigen Besuchen dann auch mal selbst auf dem Zahnarztsessel sitzen und die Zähne herzeigen.

Hilfreich können auch Bilderbücher sein:

Conni geht zur Zahnärztin*

Komm mit zum Zahnarzt (Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe)*

Ab wann kann das Kind alleine putzen?

Eltern sollten unbedingt nachputzen, damit wirklich ein gründlicher Putzerfolg garantiert ist. Sogar relativ lange, man sagt, dass die Feinmotorik, die es zum Zähne putzen braucht, erst dann vollständig entwickelt ist, wenn es auch flüssig schreiben kann. Also etwa zweite Volksschulklasse!

Was tun, wenn das Kind sich gegen das Zähne putzen wehrt?

Im Artikel  Die Top-Ten-Strategien für das allabendliche Zähne-Putz-Drama habe ich einige Ideen zusammengefasst, wie  es (vielleicht) leichter gehen kann. Manchmal spielen sich beim Zähne putzen wahre Horrorszenarien ab.

Wenn gar nix mehr geht, das Kind nur noch den Mund zupresst und dir schon am Nachmittag die Schweißperlen auf der Stirn stehen, wenn du bloß ans Abendritual denkst, dann ist es durchaus auch mal denkbar, ein paar Tage Pause einzulegen. Das heißt nicht, das Zähne putzen nicht wichtig wäre, es geht einfach nur drum für drei, vier Tage den Druck rauszunehmen und dann wieder entspannt zu beginnen.

Noch mehr Fragen rund um die Zahnpflege?

Hier kannst du dich zum kostenfreien Webinar anmelden:

Sechs Merkmale, an denen du erkennst, ob dein Kind hochbegabt sein könnte

  • David findet einfach keinen Anschluss an die Gleichaltrigen in der Kindergartengruppe und spielt immer für sich alleine.
  • Laura fällt im Klassenzimmer immer mehr durch Clownerie auf und stört damit den Unterricht.
  • Philipp hat noch nie im Stuhlkreis bei Liedern und Fingerspielen mitgemacht. Er schaut nur verträumt aus dem Fenster.
  • Katrin muss im Sportunterricht immer aufpassen, dass sich alle an die aufgestellten Regeln halten. Bei Verstößen meldet sie das direkt.
  • Torben spricht im Kindergarten mit keinem anderen Kind. Er folgt der Erzieherin auf Schritt und Tritt und verfällt in Panik, wenn er sie nicht sieht.
  • Johanna kann uns die Zusammenhänge der Kontinentalplattenverschiebung erklären. Aber beim Anziehen ist sie heillos überfordert.
  • Florian bricht bei Kleinigkeiten sehr schnell in Tränen aus. Kritik, Planänderungen und zu viele Sinneseindrücke werfen ihn emotional aus der Bahn.
  • Mehmet diskutiert seine Eltern in Grund und Boden. Ein einfaches „Nein“ kann er nicht akzeptieren.
Hochbegabung bei Kindern

Keine Freunde finden, Herumkaspern, Wegträumen, Gerechtigkeitsempfinden, erhöhte Ängstlichkeit, Überforderung in Alltagssituationen, Diskussionsfreude, Emotionalität

Manche hochbegabten Kinder zeigen genau solche Verhaltensweisen. Oft sind diese von Eltern und Pädagogen nicht eindeutig zuzuordnen und werden dann, fälschlicherweise, mit mangelnder erzieherische Kompetenz und Konsequenz, ADHS/ADS oder anderen Defiziten diagnostiziert. Sehr häufig werden hochbegabten Kindern Schwächen in der emotionalen Entwicklung und in der Sozialkompetenz nachgesagt, was jedoch bei den wenigsten zutrifft.

Hochbegabte und unterforderte Kinder sind gar nicht so selten zu finden, wie viele häufig vermuten. 2-3% eines jeden Jahrgangs zählen, mit einem Intelligenzquotienten über 130 zu den Hochbegabten.

Wie können Eltern und Pädagogen hochbegabte Kinder erkennen?

Immerhin 15% sind überdurchschnittlich begabt, sie verfügen über einen IQ von 115 und mehr und können folglich in einem Kindergarten- oder Schulsystem, das sich nur an der durchschnittlichen Intelligenz orientiert, unterfordert sein.
Rein rechnerisch sind in einem Kindergarten oder einer Grundschule mit 100 Kindern 2-3 hochbegabt und 15 überdurchschnittlich intelligent.

Welche Merkmale weisen also auf eine mögliche Unterforderung hin?

Sechs Merkmale, an denen du erkennen kannst, ob dein Kind hochbegabt sein könnte

1. Wortschatz und Sprache

Viele dieser Kinder haben ein sehr früh ausgeprägtes Sprachverständnis, das im Vergleich zu den gleichaltrigen auffällt. Sie verwenden viele, für ihr Alter ungewöhnliche Ausdrücke, haben einen großen Wortschatz und diskutieren sehr gerne. Jedoch haben auch viele eine normale Sprachentwicklung oder aufgrund ihres hohen Anspruchdenkens (wie in Punkt 3 beschrieben) eine sehr späte.

2. Autonomiestreben

Sich von anderen etwas sagen lassen, Manipulationen in der Erziehung und vorgegebene Wege gehen fällt vielen hochbegabten Kindern sehr schwer. Sie verspüren einen tiefen inneren Drang, eigene Erfahrungen zu machen und Dinge selbst auszuprobieren. Häufig korrelieren diese Verhaltensweisen mit den strengen und engen Grenzen in Schule, Kindergarten und Elternhaus. Die daraus resultierenden Diskussionen mit dem Kind sind meist tiefer gehender, nachfragender als bei den Gleichaltrigen.

3. Perfektionismus

Wenn diese Kindern nicht sofort wissen, ob sie ihr selbst gestecktes Ziel erreichen, reagieren sie mit Verweigerung, extremen Emotionen oder Selbstzweifel. Oft befinden sich diese Kinder dann in emotionalen Notsituationen. Das hohe Anspruchsdenken an sich selbst und an die Umgebung ist der häufig Begleiterscheinung bei Hochbegabung. Ob dies bei deinem Kind zutrifft, kannst Du hier nachlesen - Perfektionismus und Hochbegabung

4. Analytisches und logisches Denken

Tüfteln, knobeln und schwierige Sachverhalte lösen liegt in ihrem Naturell. Sie analysieren Themen, Situationen, Menschen und sind daher oft schon früh in der Lage, sich selbst zu reflektieren. Mit dieser Fähigkeit geht bei vielen eine hohe Empathie einher und sie können sich sehr gut in andere hineinversetzen.
Diese Kinder sind mit einfachen Antworten nicht zufrieden. Sie haben den inneren Drang, den Themen auf den Grund zu gehen und Antworten auf ihre Fragen zu finden.

5. Frühes Interesse an Zahlen und Buchstaben

Viele hochbegabte Kinder ziehen schon in jungen Jahren Zahlen und Buchstaben magisch an. Manch 4- jähriges Kind schreibt schon frei und ohne Unterstützung die Glückwunschkarte für die Oma oder rechnet vor dem Schuleintritt im Zahlenraum bis 100 oder gar bis 1000. Sie interessieren sich oft für Themen und Lerninhalte, die normalerweise für ältere Kinder sind.

6. Gedächtnis

Eine extrem ausgeprägte Merkfähigkeit ist bei vielen dieser Kinder zu beobachten. Sie können sich an Dinge erinnern, die schon lange zurück liegen. Oft sind es auch kleine Details, die uns als Eltern in keinster Weise im Gedächtnis geblieben sind. Daher sind ihnen oft die ständigen Wiederholungen im Stuhlkreis im Kindergarten oder beim Lernstoff der Schule und den Hausaufgaben zuwider und führen zu auffälligem Verhalten oder Dauerdiskussionen.

Bei deinem Kind müssen nicht alle sechs Merkmale zutreffen, denn bei den wenigsten hochbegabten Kindern ist dies der Fall. Sie sollen dir lediglich erste Anhaltspunkte liefern, einmal deine Gedanken in Richtung Hochbegabung und Unterforderung lenken.

Eine eindeutige „Diagnose“ kann nur ein Psychologe feststellen. Jedoch ist bei seiner Auswahl darauf zu achten, dass dieser sich sehr gut mit der Thematik Hochbegabung, Unterforderung und all den Begleiterscheinungen auskennt.
Vielleicht schaust du dir zur Vertiefung dieses Themas und für die weiteren Schritte  auch meine Aufzeichnung eines Webinares mit weiteren, tiefer gehenden Beispielen an - Webinar Hochbegabung

Sind mehr Jungen hochbegabt als Mädchen?

In andauernden Unterforderungssituationen zeigen Jungen häufiger ein forderndes, aggressives und störendes Verhalten. Daher werden auch mehr Jungen bei den psychologischen Praxen vorgestellt, obwohl die Hochbegabung genau so häufig auch bei Mädchen zu finden ist. Diese sind jedoch meist eher stiller, zurückgezogener, zeigen weniger, was in ihnen steckt. Sie legen mehr Wert auf Anpassung und soziale Integration.

Daher ist ein Erkennen einer möglichen Hochbegabung auch bei Mädchen sehr wichtig, denn das „Leben mit angezogener Handbremse“ hat Auswirkungen auf ihre emotionale Entwicklung, ihr Selbstbewusstsein und kann psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen zur Folge haben.

Auswirkungen von Hochbegabung auf das Familienleben

Ich erlebe in meiner täglichen Beratungspraxis, wie die Unterforderung eines Kindes das ganze Familienleben durcheinanderwirbeln kann. Denn alle gängigen Erziehungsratgeber und die Tipps der anderen Eltern fruchten meist nicht im Zusammenleben mit einem hochbegabten Kind.

Viele dieser Familien benötigen eine veränderte Kommunikation und Sichtweise auf das Kind, um vom Widerstand zur Kooperation zu gelangen. Die größte Herausforderung ist meist, das durch Unterforderung angeknackste Selbstbewusstsein des Kindes, wieder aufzubauen.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Pädagogen in Kindergarten und Schule über die Auswirkungen und Erscheinungsformen einer ständigen Unterforderung zu wenig Wissen und Erfahrung besitzen. Daher müssen viele Eltern hier Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten, was leider nicht immer gelingt.

Solltest du an meinen Beispielen dein Kind erkannt haben und auf der Suche nach Erklärungen, Handlungsalternativen und Veränderungen in deiner Familie sein, lade ich dich zu meinem 5 – Tages - Minikurs "Ein entspanntes Familienleben - trotz Hochbegabung" ein.

Ich freue mich auf dich und deine familiären Herausforderungen.

Daniela Heiser BegabungsexpertingDaniela Heiser ist Erzieherin, Begabungspädagogin und systemische Beraterin.
Sie berät und begleitet Familien mit unterforderten und hochbegabten Kindergarten- und Grundschulkindern zu einem entspannteren Familienleben.

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Mama-Coach Vera Rosenauer

Vera Rosenauer

Mama-Coach mit Herz, Hirn, Humor und langjähriger Erfahrung, Mama von zwei großartigen Töchtern, passionierte Langschläferin, Besitzerin (und Leserin!) mehrerer Kubikmeter Fachliteratur

Weil Familie das größte Abenteuer ist!

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